Können 3D-Drucker die Welt verbessern?


Können 3D-Drucker die Welt verbessern

Optimismus oder Spinnerei? Können 3D-Drucker die Welt verbessern? 

Wenn man Fan einer Technologie ist, neigt man natürlich dazu vermehrt auf die positiven Eigenschaften zu achten. Möglicherweise ist dies auch bei den unten stehenden Beispielen der Fall. Unabhängig davon verspricht Additive Manufacturing aber tatsächlich einige Vorteile, die sich künftig positiv auf die Welt auswirken könnten.

Demokratisierung der Produktion

Spricht man von der Zukunft der 3D-Drucker, hört man schnell die Idee von der “Demokratisierung der Produktion”. Dahinter steht der Gedanke einer Dezentralisierung, also eine Verschiebung der Produktionsmöglichkeiten von der Industrie auf private Haushalte. Eine Idee die der Do It Yourself (DIY) und Maker- Community natürlich sehr zusagt, allerdings hauptsächlich von den Preisen und Möglichkeiten zukünftiger 3D-Drucksystemen abhängig ist. Dass eine vollständige Demokratisierung, aufgrund der Abhängigkeit von Druckmaterialien und Patente nie komplett möglich sein wird, haben wir schon des öfteren diskutiert (hier auch).

Ressourcenschonend Produzieren

Etwas realistischer, weil bereits real, ist der ressourcenschonende Vorteil von Additive Manufacturing Systeme. So werden auch heute schon, teure Materialien via Laser Sinter beinahe abfallfrei zu Objekten verarbeitet. Dies ist dadurch möglich, da beim versintern pulverförmiger Materialien nur jenes Rohmaterial in das Produkt einfliesst, welches auch tatsächlich benötigt wird. Nicht versintertes Material kann nach einem Siebprozess wiederverwendet werden.

Recycling via 3D-Drucker

Kommt es zum Umweltschutz, muss man natürlich auf das verwendete Druckmaterial achten. Im semiprofessionellen Einsatz, wird vorwiegend mit dem Erdölprodukt ABS gearbeitet. PLA bietet da schon einen besseren Zugang, da dies aus nachwachsenden Ressourcen produziert werden kann. Noch besser ist natürlich die Wiederverwendung alter Kunststoffe. Einige Projekte wie der Filabot und der RecycleBot, beschäftigen sich bereits mit der Eigenproduktion von Druckmaterialien auf Basis von Haushaltsabfällen.

Toiletten für die 3. Welt

Das Projekt Washington Open Object Fabricators (WOOF) beschäftigt sich mit dem 3D-Druck von Toiletten für die 3.Welt. Einem UNICEF Bericht zufolge ist das Fehlen von Toiletten und die damit einhergehenden, ungünstigen hygienischen Zustände, immer noch die Hauptursache für Kindersterblichkeit.

Siehe dazu auch den Bericht auf Make.

Ortsunabhängiger Einsatz für Kriegs- und Katastrophengebiete

Möglich wird dies durch die mobilen Einsatzmöglichkeiten derartiger Produktionssysteme. Mit einem mobilen 3D-Drucker, könnten neben Toiletten auch andere Werkzeuge Vorort produziert werden. Das US Militär hat diese Vorteile bereits erkannt und testet derzeit mobile FabLabs für den Einsatz in Kriegsgebiete (und offiziell natürlich auch für den Einsatz in Katastrophengebieten).

3D-Drucker gegen Klimaerwärmung?

Neu auch für uns, ist die Idee 3D-Drucker gegen Klimaerwärmung einzusetzen. Die Idee stammt von einem Bericht von ClimateDesk.

Das Argument hier ist ebenfalls die ressourcenschondende Produktion, aber auch der geringeren Energieverbrauch derartiger Produktionssysteme.

Medizinische Anwendungen

Der vollständigkeitshalber sei auch hier nochmals auf die möglichen medizinischen Einsatzbereiche von Additive Manufacturing verwiesen. Wie in vielen Artikeln besprochen, bietet die Forschung rund um Tissue Engineering faszinierende Möglichkeiten menschliche “Ersatzteile” zu produzieren. Aber auch die Implantat Medizin, Prothesesproduktion und HNO und Dentaltechnik bedient sich bereits dieser Produktionsmöglichkeiten.

(c) Picture: Screenshot von Google Earth

prvbn




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