Mit Polycarbonate auf MakerBot Thing-O-Matic drucken

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Polycarbonate (PC) überzeugen durch eine sehr hohe Festigkeit. Obwohl das Material auch im 3D Druck bereits verwendet wird, greifen Hobbyanwender dennoch hauptsächlich zu PLA und ABS. Das könnte sich zukünftig jedoch ändern.

Das synthetische Polymere Polycarbonate (PC) ist im reinen Zustand klar, kann aber in jeder Farbe eigefärbt werden. Polycarbonate ist besonders stabil und benötigt hat dadurch auch einen (relativ) höheren Schmelzpunkt als andere im 3D Druck verwendete Kunststoffe. Im Vergleich zu PLA benötigt PC auch länger zum verflüssigen, weshalb FDM 3D Druck mit herkömmlichen Extruder erschwert wird.

Zwar arbeiten Stratasys Geräte bereits mit dem Polycarbonate (PC-10), im Hobby-Bereich gilt es jedoch nach wie vor als Nische. Bereits letztes Jahr zeigte Richrap jedoch, dass auch in diesem Bereich mit PC gearbeitet werden kann.

Polycarbonate und MakerBot Thing-O-Matic

Auf Basis seiner Erfahrungen, experimentierte Luke und Alex von ProtoParadigm weiter und veröffentlichten im Dezember letzten Jahres einen interessanten Artikel über die Verarbeitung dieses besonders stabilen Materials (das auch bei den MacBook Modellen von Apple zum Einsatz kam).

(c) Picture & Link: ProtoParadigm via Ponoko

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Johannes

Johannes ist der Gründer von 3Druck.com, Forscher am Institut für Innovationmanagement an der Johannes Kepler Universität und ein Nerd. Neben seinen Tätigkeiten bei 3Druck.com beschäftigt er sich auch wissenschaftlich mit den Technologien der generative Fertigung sowie deren Auswirkungen auf die Wirtschaft, Gesellschaft, Industrie und Politik und veröffentlicht dazu auch Journal Publikationen.