Home Industrie 3DGence veröffentlicht Support-Material für ABS und PEEK Modelle

3DGence veröffentlicht Support-Material für ABS und PEEK Modelle

Der polnische 3D-Drucker und Filament Hersteller 3DGence hat ESM-10 veröffentlicht. Dabei handelt es sich um ein lösliches Filament, das als Support für 3D-Drucke mit ABS und PEEK dienen soll.

ESM-10 (oder Engineering Soluble Material) ist ein wasserlösliches Filament. Das ist grundsätzlich auch nichts neues mehr, doch ESM-10 ist für PEEK geeignet. PEEK ist ein besonderer Kunststoff, der hochen Temperaturen und Beanspruchungen standhält. Mit löslichem Support können in weiter Folge komplexere Objekte gedruckt werden und die Nachbearbeitung kann automatisiert werden. Gerade im Fall von PEEK ist das ein entscheidender Vorteil für die Industrie.

An introduction of the ESM-10 is a milestone not only for 3DGence but also for the entire 3D printing industry

Bisher wurde für Ausdrücke mit PEEK meist auch PEEK als Support verwendet – bei Kosten von mehreren Hunderten Euro pro Kilogramm ein sehr teures Unterfangen. ESM-10 wird deutlich günstiger als PEEK sein und kann in einer beheizten Druckkammer (mindestens 80 Grad erforderlich) verarbeitet werden.

Die Nachbearbeitung von ESM-10 ist denkbar einfach: Mit Wasser kann das Material aufgelöst werden. Das soll sogar besser (schneller) wie mit den bekannten PVA oder BVOH Materialien funktionieren. Mit der eigens Entwickelten SDS (Support Dissolving System) Maschine soll der Vorgang noch weiter vereinfacht werden.

Thanks to this solution we can be sure that the printed model will not be damaged in any way. In the automated rinsing process we can obtain a clean model free of supports, which is fully functional.

Das SDS zur Nachbearbeitung

In SDS können dabei Objekte mit einer Größe von bis zu 36 x 36 x 28 cm behandelt werden. Außerdem wird dem Wasser im Inneren eine spezielle Chemikalie hinzugefügt, die ESM-10 schneller auflöst – PEEK oder ABS aber nicht angreifen soll.

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Dominik studiert derzeit Wirtschaftsinformatik an der TU-Wien. Seit mehreren Jahren beschäftigt er sich mit neuartigen Technologien und speziell mit 3D-Druck. In seiner Freizeit beschäftigt sich Dominik außerdem mit Embedded-Systems sowie deren Programmierung und ist außerdem ehrenamtlich bei mehreren Organisationen tätig.