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AML Technologies Drahtbogen-Additiv-Fertigung erhält maritime Zertifizierung

Das große 3D-Metalldruckunternehmen AML Technologies mit Sitz in Tranmere, Australien, ist das erste Unternehmen, das von Lloyd’s Register (LR) die Qualifizierung für additive Produktionsanlagen erhalten hat.

Die Akkreditierung wurde dem Betrieb von AML erteilt, der sich auf die Herstellung von Draht-Additiven spezialisiert hat, ein Verfahren, das insbesondere im maritimen Bereich immer beliebter wird.

Andy Sales, Geschäftsführer von AML, kommentiert: „Die Fremdüberwachung bietet einen unvoreingenommenen Vorteil für potenzielle Kunden, die Teile nach dem AML-Verfahren herstellen wollen. Das ist der Kern unserer Werte bei AML. Am Ende des Tages wird die Anlagenzertifizierung von Lloyd’s Register den Kunden helfen, AML für die Zulassung und Qualifizierung ihrer OEM-Bauteile und -Komponenten zu nutzen.“

Lloyd’s Register-Zertifizierungsrahmen für die additive Fertigung

Lloyd’s Register begann als Lloyd’s Register of Shipping, eine Klassifikationsgesellschaft für die Schifffahrt. Heute bietet das Unternehmen technische und kaufmännische Zertifizierungen für eine Vielzahl von Industriezweigen an.

Zuletzt hat Lloyd’s Register zusammen mit der Partnerorganisation TWI einen Zertifizierungsrahmen für metallische 3D-Druckteile veröffentlicht, die mit Hilfe von Pulverbett-Fusionstechnologien hergestellt werden. Im Übrigen hat AML Technologies in Bezug auf diesen Rahmen eine Bewertung durch Lloyd’s beantragt.

Grenzenloser 3D-Druck

Bei der Herstellung von Drahtbogenadditiven oder WAM, wie sie bei AML registriert sind, wird ein Roboterarm zur Materialabscheidung verwendet. Dies bedeutet, dass im Gegensatz zu anderen bettgebundenen AM-Prozessen der Umfang der WAM-Projekte nahezu unbegrenzt ist.

Im Jahr 2017 erhielt AML einen Anteil von 8,51 Millionen Dollar von der australischen Regierung, um die Vermarktung seiner WAM-Technologie zu unterstützen. Im Anschluss daran hat das Unternehmen Pläne bekannt gegeben, Scandium-Legierung 3D-Druckfähigkeiten mit der Technologie zu entwickeln und damit einen der begehrtesten Rohstoffe der Branche zu erschließen.

Varianten der Technologie wurden in der gesamten maritimen Industrie eingesetzt, um den so genannten WAAMpeller und einen 80.000 kg schweren Kranhaken für das Schwerbauunternehmen Huisman in 3D zu drucken.

Hussain Quraishi, Strategic Projects Lead im Lloyd’s Register Global Technology Centre in Singapur, erklärt: „Die Verwendung von Drahtrohstoffen ermöglicht es Unternehmen, größere Bauteilgrößen mit einer größeren Auswahl an Materialien zu produzieren.“

Zertifiziertes Materialhandling, Kompetenz und Prozesskontrolle

Als Teil der Lloyd’s Register-Qualifizierung wurde die WAM-Anlage von AML auf Kriterien wie Materialhandhabung, Personalkompetenz, Bauprozesskontrolle, Gesundheit und Sicherheit und Kontrolle von nicht konformen Gegenständen überprüft. Alle WAM-Systeme von AML wurden ebenfalls gründlich geprüft.

„Unsere frühe Zusammenarbeit mit Lloyd’s Register für die Qualifizierung von Anlagen war ein sehr reibungsloser und effizienter Prozess“, kommentiert Sales, „Wir haben wertvolles Wissen gewonnen und die solide Basis der sehr erfahrenen und enthusiastischen Sachverständigen und Auditoren von LR geschätzt. Wir sind begeistert und freuen uns auf die weitere Zusammenarbeit mit LR’s, wenn unser Geschäft wächst.“

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