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BASF Ultrafuse-Filamente nun für Zortrax M300 Dual 3D-Drucker

Der deutsche Chemie-Konzern ist mit seiner 3D-Druck-Material-Marke Forward AM ein populärer Hersteller in der Branche. Der polnische 3D-Drucker-Hersteller hat nun angekündigt, dass zwei Ultrafuse-Filamente nun für den Zortrax M300 Dual erhältlich sind.

Das erste heißt Ultrafuse PP GF30 und besteht aus Polypropylen, das mit 30 % Glasfasern verstärkt ist. Das zweite ist Ultrafuse PAHT CF15, ein mit 15 % Kohlefasern verstärktes Polyamid. PP GF30 ist in der Automobilindustrie seit Jahren weit verbreitet. Das PAHT CF15 ist noch stärker und widerstandsfähiger gegen hohe Temperaturen, so dass es auch in der modernen Robotik und in der Luft- und Raumfahrt eingesetzt werden kann.

BASF Ultrafuse PP GF30 und PAHT CF15 werden in der Automobilindustrie für eine Vielzahl von Bauteilen verwendet. Die Verwendung dieser Materialien für strukturelle und semistrukturelle Teile anstelle des herkömmlichen Aluminiums führt zu erheblichen Gewichts- und Kosteneinsparungen. Aus diesem Grund entscheiden sich verschiedene Automobilhersteller für PP GF30 und PAHT CF15, wenn sie Heckklappen, Instrumententafelträger, Spiegelhalterungen, Motorabdeckungen, Türmodulbaugruppen, aktive Kühlergrillklappen und vieles mehr herstellen.

„Die Verwendung von Kunststoffen anstelle von Metalllegierungen in all diesen Anwendungen gibt den Ingenieuren mehr Gestaltungsfreiheit, um optimale Formen und Geometrien zu erzielen. Gewichtseinsparungen sind ebenfalls von entscheidender Bedeutung, insbesondere im Hinblick auf die zunehmende Verbreitung von Elektrofahrzeugen, bei denen die relativ schweren Batterien durch leichtere Komponenten kompensiert werden müssen, um die Reichweite zu erhöhen. All diese Überlegungen tragen dazu bei, dass polymere Werkstoffe in der Automobilindustrie immer beliebter werden. Als Reaktion auf diese wachsende Nachfrage haben wir uns mit BASF zusammengetan, um ihre renommierten Ultrafuse PP GF30 und PAHT CF15 Filamente auf unserem Zortrax M300 Dual 3D-Drucker verfügbar zu machen.“ erklärte Michał Sie-maszko, Leiter der Forschung und Entwicklung bei Zortrax.

Die Zugabe von Glasfasern macht die mit Ultrafuse PP GF30 gedruckten Modelle außergewöhnlich steif. Dies ist besonders wichtig für Teile, die im Automobilinnenraum verwendet werden. Die Wärmeformbeständigkeit von Ultrafuse PP GF30 beträgt 73 °C bei 1,8 MPa und über 127 °C bei 0,45 MPa. Dies entspricht genau den allgemeinen Anforderungen von Automobilherstellern, die Materialien verwenden müssen, die ihre Eigenschaften in einem Bereich zwischen -30 °C und 80 °C für den Innenraum und etwas über 120 °C für Teile, die unter der Motorhaube in der Nähe des Motors arbeiten, beibehalten.

PAHT CF15 bietet einen etwas breiteren Bereich von Betriebstemperaturen. Seine Wärmeformbeständigkeit bei 1,8 MPa beträgt 92 °C und reicht bis zu 145 °C bei 0,45 MPa. Durch die Zugabe von Kohlenstofffasern ist die Steifigkeit von PAHT CF 15 sogar höher als die von PP GF30. Schließlich sind sowohl Ultrafuse PP GF30 als auch PAHT CF15 besonders UV-beständig, was bedeutet, dass sie sicher für Bauteile verwendet werden können, die direktem Sonnenlicht ausgesetzt sind.

Die Materialien können für den Druck von Positioniervorrichtungen, Montagewerkzeugen und verschiedenen Dichtungen und Abdeckungen verwendet werden, die in Automobilwerken zum Einsatz kommen. Die hohe Verschleißfestigkeit der PP GF30- und PAHT CF15-Filamente erhöht die Lebensdauer solcher Vorrichtungen und führt somit zu erheblichen Zeit- und Kosteneinsparungen.

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David ist Redakteur bei 3Druck.com.