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Biomaterial-Spezialist Modern Synthesis erhält 4,1 Millionen US-Dollar

Das in Großbritannien ansässige Biomaterialien-Startup Modern Synthesis hat eine Startfinanzierung in Höhe von 4,1 Millionen US-Dollar erhalten, um seine mikrobielle Textilplattform zu unterstützen, mit der die Modeindustrie nachhaltiger werden soll. Zu den Investoren der Runde gehören AgFunder, Collaborative Fund, Acequia Capital, Petri Bio, Ponderosa Ventures, Possible Ventures, IMO Ventures, Taihill Venture, Parley for the Oceans, Climate Capital Collective und der ehemalige Jimmy Choo CEO Pierre Denis.

Die mikrobielle Textiltechnologie von Modern Synthesis nutzt Bakterien, um Zucker aus landwirtschaftlichen Abfällen in Nanocellulose umzuwandeln, ein biologisch abbaubares Material, das wegen seines Vorkommens und seiner Festigkeit geschätzt wird. Ziel ist es, Materialien tierischer und petrochemischer Herkunft zu ersetzen und der Modeindustrie zu helfen, ihren ökologischen Fußabdruck zu verringern.

Der „mikrobielle Webprozess“ des Start-ups ahmt die Kett- und Schusstechnik des traditionellen Webens nach, um in etwa 10 bis 14 Tagen ein anpassbares Biomaterial herzustellen. Die Mitarbeiter von Modern Synthesis erstellen ein Gerüst, indem sie mit Hilfe von Robotern Fasern in der gewünschten Form oder Struktur platzieren. Gentechnisch veränderte Bakterien wachsen um diese Strukturen herum, um das endgültige Material herzustellen.

Ähnlich wie beim 3D-Druck – und anders als beim traditionellen Weben – können die Stücke in Form gebracht werden, was bedeutet, dass keine Materialreste und somit kein Abfall anfallen. Bislang konnte Modern Synthesis mit diesem Verfahren das Oberteil eines Schuhs herstellen. Nach eigenen Angaben hat das Unternehmen seine Materialien an einen „wichtigen Sportbekleidungskunden“ zur Herstellung von Prototypen geliefert.

Anstatt zu versuchen, eine exakte Kopie eines Materials wie Leder zu schaffen, konzentriert sich Modern Synthesis auf die Entwicklung einer völlig neuen Art von Material – und damit auf den Aufbau einer ganz eigenen Materialkategorie.

Der größte Teil des Startkapitals von Modern Synthesis wird in den Bau der Pilotanlage fließen, die es dem Unternehmen ermöglichen wird, mehr Materialien herzustellen.

Der geplante Standort in London wird ein Labor sowie Probenahme- und Pilotproduktionskapazitäten beherbergen. Die Anlage soll bis zum 3. Quartal 2022 in Betrieb genommen werden. Die Mittel werden es dem Unternehmen auch ermöglichen, sein Team gleichzeitig mit der Kapazitätserweiterung auszubauen.

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