Home Materialien COP Chimie präsentiert 3D-druckbare Silikonelastomere für den Medizinbereich

COP Chimie präsentiert 3D-druckbare Silikonelastomere für den Medizinbereich

Das französische Unternehmen COP Chimie mit Sitz in der Region Vercors entwickelt schon seit über 30 Jahren Materialien für die Orthopädietechnik. Dem Forschungs- und Entwicklungslabor des Unternehmens ist es jetzt gelungen, eine Reihe von 3D-druckbaren Silikonelastomeren zu entwickeln, die für den Hautkontakt zertifiziert sind und in seiner Produktionsanlage hergestellt werden: COPSIL 3D.

Diese innovative Lösung mit einem ultraschnellen Herstellungsprozess ermöglicht auch einen angenehmeren Kontakt auf der Haut durch die Zusammensetzung einer Reihe von Silikonelastomeren. Die Herstellung eines flexiblen und druckbaren Hautkontaktmaterials für die Herstellung von maßgeschneiderten Orthesen und externen Prothesen durch 3D-Druck kann das Leben vieler behinderter Menschen, die täglich orthopädische Geräte tragen, erheblich verbessern. Bislang reicht die Palette von 10 bis 40 Shore A und wird weiter ausgebaut.

Silikone sind vor allem wegen ihrer Temperaturbeständigkeit, ihrer Flexibilität, ihrer wasserabweisenden und strukturgebenden Eigenschaften geschätzt. Sie sind auch chemisch stabil, was sie insbesondere für das physiologische Umfeld geeignet macht. So werden Silikone bei der Herstellung zahlreicher Produkte und Gegenstände mit einem breiten Anwendungsspektrum eingesetzt: Hygiene- und Reinigungsprodukte, Dichtungen, Industrie- oder Lebensmittelformen, Beschichtungen und Farben, Schmiermittel und Fette, Prothesen, Spielzeug und vieles mehr.

Im medizinischen Bereich beispielsweise ermöglicht die additive Silikonfertigung die Herstellung von maßgeschneiderten Geräten ohne manuelles Abformen oder Gießen, wodurch die Herstellungszeit und -kosten gesenkt werden.

COPSIL 3D

COP Chimie hat ein Silikon mit spezifischem Fließverhaltenentwickelt, das ein schichtweises Auftragen von flüssigem Silikon ermöglicht, ohne zu zerfallen. Die Härte und Reaktivität der COPSIL-3D-Elastomere kann an die Art der zu bauenden Struktur angepasst werden. Die platinkatalysierte Polymerisation findet bei Raumtemperatur statt, sobald die beiden Teile im statischen Mischer des Druckkopfes vermischt sind. Sie kann durch Wärme beschleunigt werden.

Gedruckte COPSIL 3D-Polymere haben die gleichen mechanischen Eigenschaften wie gegossenes Silikon. Sie schrumpfen nicht, sind geruchsneutral und für Anwendungen mit Hautkontakt geeignet (Zertifizierung nach ISO 10993-5). Sie sind ideal für die Herstellung von flexiblen Teilen mit komplexem Design oder kleinen Serien, zum Beispiel für das Prototyping.

Um dieses Verfahren so weit wie möglich zu verbreiten, arbeitet COP Chimie mit Lynxter, einem französischen Maschinenhersteller, zusammen, um sein Angebot an druckbaren Silikonen zu erweitern, und mit F3DF, einem Spezialisten für professionelle 3D-Schulungen, um Anwender in Flüssigsilikonen für den 3D-Druck zu schulen.

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