Dyneon stellt 3D-Drucker für PTFE-Kunststoff vor

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Dyneon ist ein Tochterunternehmen der 3M Deutschland GmbH und hat am Standort Burgkirchen jetzt einen 3D-Drucker im Einsatz der Objekte aus PTFE-Kunststoff erzeugen kann. Dazu wird eine neue Drucktechnik verwendet, die bereits als Patent angemeldet wurde.

PTFE ist ein äußerst hochwertiger Kunststoff, der großen Belastungen stand hält, zum Beispiel werden Bratpfannen die eine Antihaftbeschichtung besitzen mit PTFE beschichtet, da der Kunststoff erst bei einer Temperatur von über 300 Grad schmilzt. Exakt diese Tatsache macht es auch so schwierig PTFE mit dem 3D-Drucker zu verarbeiten, zusätzlich sondert PTFE auch noch gesundheitsschädliche Gasse ab wenn es zu heiß wird.

Daher hat Dyneon eine Drucktechnik entwickelt, die exakt diese Probleme geschickt umgeht. Das entwickelte Verfahren basiert auf Stereolithografie, sprich das Ausgangsmaterial ist flüssig und wird dann mittels UV-Bestrahlung Schritt für Schritt ausgehärtet. Dafür kommt ein spezielles Bindematerial zum Einsatz, dass lichtempfindlich ist, nach dem Druckvorgang wird das Bindematerial thermisch entfernt.

Gerade für den Werkstoff PTFE, welcher üblicherweise seine Form über subtraktive Fertigungsverfahren erhält, ist diese neue additive Fertigungstechnologie von Bedeutung

Die Vorteile von PTFE liegen auf der Hand, das Material ist temperaturbeständig, äußerst stabil und gegen viele Chemikalien resistent. Diese Eigenschaften ermöglichen es, 3D-gedruckte PTFE Kunststoffe in vielen Bereichen einzusetzen, gerade deswegen könnte das Patent auf die neue Drucktechnik von Dyneon sehr wertvoll sein.