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ELIX Polymers spendet biokompatible ABS-Materialien für Medizinprodukte für den Kampf gegen COVID-19

Der ABS-Hersteller ELIX Polymers arbeitet im Kampf gegen COVID-19 mit einer großen Gruppe von Unternehmen innerhalb von ClusterMAV, dem Cluster für fortgeschrittene Materialien in Katalonien, Spanien, zusammen. Die Partner kooperieren hierbei mit der Nationalen Föderation innovativer Unternehmensgruppen und Cluster (FENAEIC), die sich auf die Förderung solche Partnerschaften zwischen Verbänden, Clustern und ihren Partnern im Rahmen der europäischen Cluster-Kooperationsplattform spezialisiert hat.

ELIX Polymers spendet ein Material in medizinischer Qualität, ELIX ABS 3D-FC, als Antwort auf die hohe Nachfrage von Krankenhäusern nach medizinischen Masken, Ventilen für Beatmungsgeräte und anderen Medizinprodukten. Dieses Produkt, das für die Umwandlung in Filamente für den FFF (Fused Filament Fabrication)-3D-Druck entwickelt wurde, wird jetzt von der Ford Motor Company (die einen Teil ihrer Produktion von Automobilen auf medizinische Geräte umgestellt hat), der Forschungsorganisation AIMPLAS und zwei spanischen Kunststoffverarbeitern, PESL und SIIM, verwendet.

Die von ELIX Polymers für den Gesundheitssektor entwickelten Materialien entsprechen den Biokompatibilitätsstandards ISO 10993 und USP Klasse VI. Sie wurden in Drug Master Files (DMF) zur Verwendung in medizinischen Anwendungen und Anwendungen mit Lebensmittelkontakt sowohl in Europa als auch in den USA aufgenommen.

„Viele Unternehmen mit 3D-Druckmöglichkeiten stellen der Gemeinschaft ihre Ausrüstung zur Verfügung, um medizinische Teile herzustellen“, erläutert Luca Chiochia, – Business Development Manager bei ELIX Polymers. „Die Nachfrage nach Filamenten für den 3D-Druck in Spanien wird über die digitale Plattform 3Dcovid19.tech kanalisiert, eine Initiative, die den Bedarf der Krankenhäuser und die Produktionsressourcen für den 3D-Druck sowie ClusterMAV und FENAEIC miteinander verbindet. Sowohl Ford als auch AIMPLAS stellen Filamente aus ELIX ABS 3D-FC her und produzieren außerdem Masken und Gesichtsschutzkomponenten in ihren eigenen AM-Abteilungen“.

Ford setzt in seinem Werk in Valencia 15 3D-Drucker ein, um täglich 300 Gesichtsschutzschilder herzustellen. Für die Druckkopfhalterungen der Gesichtsschutzschilder werden auf Extrudern hergestellte Filamente eingesetzt. Die Extruder werden von Mitarbeitern auf freiwilliger Basis betrieben. Die zusammengebauten Schutzschilder werden an ein Ozon-Desinfektionszentrum versandt, das vom Gesundheitsministerium in Valencia koordiniert wird, und dann an Krankenhäuser und Pflegeheime verteilt.

Die logistische Unterstützung der 3Dcovid19.tech-Initiative in Abstimmung mit dem führenden Kunststoffhändler Nexeo Plastics in Barcelona ermöglicht den Vertrieb von ELIX ABS 3D-FC-Filamenten an mehrere 3D-Druckereien im Netzwerk. Sie stellen verschiedene Teile her, die stark nachgefragt werden, darunter Ventilatoradapter und Krümmer. Ein weiteres Beispiel ist das auf additive Fertigung spezialisierte Unternehmen Noumena, das mit seinen WASP-3D-Druckmaschinen mit ELIX ABS 3D-FC verschiedene Arten von Schutzmasken mit austauschbarem Filter für die Versorgung von Krankenhäusern herstellt.

In einigen Fällen wird auch Spritzgießen verwendet; hierfür bietet ELIX Polymers weitere Spezialprodukte an, ELIX ABS M203-FC.
Fabian Herter, – Marketing Manager bei ELIX Polymers, erklärt: „Die Verfügbarkeit spezifischer Spritzgussformen, die für solche medizinischen Anwendungen eingesetzt werden können, war zusammen mit der Materialverfügbarkeit der Schlüsselfaktor, um die Spritzgießproduktion durchführbar zu machen, so dass die Produktionsvolumina problemlos gesteigert werden können. Der 3D-Druck war jedoch der Schlüssel für die schnelle Bereitstellung einer Lösung: Er ist extrem vielseitig und mit dieser Technik können daher sehr unterschiedliche Komponenten für Medizinprodukte ohne spezielle Werkzeuge hergestellt werden. Außerdem kann die Produktion in unmittelbarer Nähe der Krankenhäuser erfolgen“.

ELIX ABS 3D-FC wird auf 3D-Druckern verschiedener Marken verarbeitet, darunter Modelle mit offener Kammer wie Prusa und Ultimaker und mit geschlossener Kammer wie WASP. In einer geschlossenen Kammer werden Temperaturschwankungen reduziert, mit 3D-Druckern mit offener Kammer sind jedoch ebenfalls hervorragende Ergebnisse erzielt worden.

Das herunterladbare Druckprofil für ELIX ABS 3D-FC, das mit der im FFF-3D-Druck weit verbreiteten Cura-Software kompatibel ist, hat bei der Ermittlung der am besten geeigneten Einstellungen für das Material geholfen; auch die Prusa-Standard-Einstellungen für ABS waren nützlich.

Aufgrund der reduzierten Schichthöhe (0.15 mm) ist mit ELIX ABS 3D-FC eine sehr gute Teileauflösung erzielbar. Mit einem Ultimaker 3 kann das Material zum Beispiel bei der empfohlenen ABS-Verarbeitungstemperatur gedruckt werden. Eine gute Haftung zwischen den ersten Materialschichten und der Aufbauplatte wird mit einem Sprühkleber erreicht.

Basiert auf einer Pressemeldung von ELIX Polymers

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