Home Materialien Evonik präsentiert neue Photopolymere für industriellen 3D-Druck

Evonik präsentiert neue Photopolymere für industriellen 3D-Druck

Das Chemie-Unternehmen Evonik setzt seine Materialoffensive im 3D-Druck weiter fort. Der Spezialist hat mit INFINAM RG 3101 L und INFINAM FL 6300 L zwei neue Photopolymere für den industriellen 3D-Druck entwickelt. Sie erweitern die erst in diesem Jahr eingeführte Produktlinie von Kunstharzen, die für den Einsatz in gängigen Photopolymer-3D-Druckverfahren wie SLA oder DLP geeignet sind. Evonik stellt die neuen Produkte zum ersten Mal auf der Messe Formnext vom 16. bis zum 19. November in Frankfurt am Main in Halle 12.1 am Stand C69 vor.

„Wir setzen unsere globale Innovationskraft unermüdlich für die Entwicklung neuer Photopolymere ein, die grenzenlose Anwendungen ermöglichen. Damit treiben wir den groß-industriellen 3D-Druck entschlossen voran. Die Messe Formnext ist eine der wichtigsten internationalen Branchenschauplätze für 3D-Druck. Wir freuen uns deshalb sehr, unsere neuesten ready-to-use Hochleistungsmaterialien hier zum ersten Mal zu präsentieren“, sagt Dr. Rainer Hahn, Marktsegmentleiter Photopolymers im Innovationswachstumsfeld Additive Manufacturing bei Evonik.

INFINAM RG 3101 L ist ein weiteres Spezialkunstharz für den Einsatz in den SLA und DLP 3D-Druck-Technologien aus dem Evonik Innovationshub in Singapur. Das ready-to-use Material vereint hervorragende Stoßfestigkeit mit hoher Temperaturbeständigkeit bei exzellenten mechanischen Eigenschaften. Die aus INFINAM RG 3101 L gedruckten 3D-Komponenten wie Drohnen, Schnallen oder Automobilteile lassen sich maschinell verarbeiten und bleiben selbst bei starker Krafteinwirkungen bruchfest.

Elastomer-Photopolymer entwickelt durch Cubicure und Evonik

Mit INFINAM FL 6300 L kommerzialisieren Evonik und das Wiener 3D-Druck-Unternehmen Cubicure ein 2019 gemeinsam gestartetes Innovationsprojekt. Das von Cubicure entwickelte Hot Lithography Druckverfahren ermöglicht erstmals, hochviskose lichthärtende Polyesterharze zu verarbeiten. Im Gegensatz zu herkömmlicher Stereolithographie werden bei Hot Lithography Objekte bei erhöhter Verarbeitungstemperatur mithilfe lichtinduzierter Polymerisation erzeugt. Das Verfahren erlaubt eine deutlich breitere Auswahl verarbeitbarer Komponenten.

Das Ergebnis dieser Zusammenarbeit ist das erste industriell einsatzbare Elastomer aus der Klasse der Photopolymere. INFINAM FL 6300 L ermöglicht die additive Fertigung hochflexibler 3D-Objekte, die in für Elastomere wesentlichen Werkstoffeigenschaften überzeugen: Neben einer hervorragenden Tieftemperaturelastizität zählen dynamische Belastungszyklen von bis zu einer Million Lastwechseln zu seinen Stärken.

„INFINAM FL 6300 L ermöglicht völlig neue Fertigungsmöglichkeiten im Bereich elastischer Bauteile. Durch die hohe Präzision, mit der das Elastomer in unseren Hot Lithography Anlagen verarbeitet wird, können erstmals komplexeste Strukturen aus einem gummiartigen Material hergestellt werden. Die Sportindustrie zeigt großes Interesse, das Material für Dämpfungselemente in Schuhen, Griffen oder Rucksäcken einzusetzen“, sagt Dr. Robert Gmeiner, CEO von Cubicure.

Der Artikel basiert auf einer Pressemeldung von Evonik.

Abonnieren Sie die wöchentlichen 3Druck.com-Newsletter. Jeden Montag versenden wir die wichtigsten Beiträge und Updates der Woche. Melden Sie sich jetzt kostenlos an.
Haben Sie einen Fehler entdeckt? Oder Anregungen und Ergänzungen? Bitte schicken Sie uns eine Nachricht.
Vorherigen ArtikelOne Click Metal mit neuem Vertriebspartner Decip nun auch in Frankreich vertreten
Nächsten ArtikelAutodesk veröffentlicht Netfabb 2022 mit erweiterter Unterstützung für AM-Hardware
David ist Redakteur bei 3Druck.com.