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FibreTuff öffnet Produktion für medizinisches Filament

FibreTuff medical biopolymers, ein US-Unternehmen aus Ohio entwickelte 2017 das Filament PAPC für den medizinischen Bereich und eröffnet nun mit Innovative Plastics and Moulding (IPM) noch diesen Monat die Produktion. Im April 2018 wurde PAPC zertifiziert und kann nun in Bereichen der Klasse 4 verwendet werden, wodurch ein Implantat aus PAPC bis zu 20 Tage im Körper verweilen darf.

IPM sieht großes Potenzial für das neue Filament und hat deshalb alle Rechte an PAPC von Fibretuff gekauft. Fibretuff möchte sich weiter vergrößern und plant in den nächsten drei Jahren bis zu 20 neue Mitarbeiter zu rekrutieren, weil die Nachfrage so groß ist.

PAPC wurde während eines Projektes, welches von dem Innovative Food Technology Zentrum (CIFT) Ohio gestartet wurde, entwickelt. Ziel des Projektes war die Produktion eines Filaments der Klasse 1 und 2 für die Medizin und unterstützte wurde FibreTuff mit 500000 US Dollar. Es war eine Kooperation vieler Firmen, Teil des Team war Whiteside Orthotic and Prosthetic Group, ein Rehabilitationszentrum welches sich auf Orthesen und Prothesen spezialisiert hat. JuggerBot 3D, eine Beratungsfirma für additive Fertigung und Valtronic Technologies, ein Hersteller von medizinischen Geräten war ebenfalls beteiligt am Projekt.

Was ist besonders an PAPC?

ABS und PLA sind die herkömmlichen Filamente, welche in der Medizin verwendet werden, diese könnten nun durch das neue Filament von FibreTuff abgelöst werden. PAPC ist ein Gemisch aus Polyamid (PA), Polyolefin und Zellulose. Beim röntgen des Patienten wird PAPC erkannt, weil es strahlungsundurchlässig ist, ebenfalls entstehen keine üblen Gerüche bei der Produktion, wie es bei PLA und ABS vorkommen kann. Implantate sind bis zu 30 Prozent günstiger im Vergleich zu anderen Filamenten und kann mit aufgrund der Absorptionsfähigkeit mit Medikamenten versehen werden, welche erst langsam an den Körper des Patienten abgegeben werden sollen.

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