Glutenfreie Lebensmittel aus dem 3D-Drucker

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WASP stellt über eine Kooperation mit dem Koch Francesco Favorito glutenfreie Lebensmittel am 3D-Drucker her.

Das Team des World’s Advanced Saving Project (WASP) aus Italien ist der Meinung, dass nicht nur Schokolade aus dem 3D-Drucker, sondern komplette 3D-gedruckte Mahlzeiten in Zukunft unsere Gaumen erfreuen werden. Erstmals hat sich WASP auf der FoodInk 2016 in London im Rahmen des „World’s First 3D Printing Restaurant“ mit dem Thema auseinandergesetzt. Während dort lediglich Teller und Becher von WASP aus Ton gedruckt wurden, hat sich das Team einer neuen Herausforderung gestellt: glutenfreie Lebensmittel

In der Küche soll ein Bereich geschaffen werden, in dem glutenfreies Essen hergestellt werden kann, ohne mit anderen Nahrungsmitteln in Berührung zu kommen. Für das Projekt arbeitet WASP mit dem Koch Francesco Favorito zusammen, der sich auf die Schaffung von Teigmixturen für Menschen mit Lebensmittelunverträglichkeiten spezialisiert hat.

Wasp Food 1 - Glutenfreie Lebensmittel aus dem 3D-DruckerDie erste Präsentation der glutenfreien Lebensmittel aus dem 3D-Drucker hat auf der SIGEP Messe in Rimini Ende Januar stattgefunden. Dazu hat Favorito eine spezielle Teigmischung hergestellt, die mit einem minimal angepassten DeltaWASP 20 40 gedruckt wurde. Mit dem Extruder, der auf 70 bis 80°C aufgeheizt wurde, konnte der Teig sozusagen vorgebacken werden. Danach wurden die Lebensmittel in einem normalen Ofen fertig gebacken.

Die ersten Versuche haben wichtiges Feedback geliefert – beispielsweise verbessert erwärmte Butter das Fließverhalten der Teigmischung durch die Düse.

Ein wichtiger Vorteil von 3D-gedrucktem Essen ist, dass es auf Nachfrage in bestimmten Portionsgrößen ohne Abfall hergestellt und auf spezielle Diäten angepasst werden kann, hebt WASP hervor. Das Team wird sich der Weiterentwicklung auf diesem Gebiet widmen und dabei beispielsweise auch sicherstellen, dass die Extruder den Hygieneauflagen entsprechen. Neben
mechanischen Entwicklungen soll auch eine für Anwender intuitivere Software entstehen.