Home Industrie Henkel und Fortify arbeiten bei Materialforschung im 3D-Druck-Bereich zusammen

Henkel und Fortify arbeiten bei Materialforschung im 3D-Druck-Bereich zusammen

Das Chemieunternehmen Henkel hat in Zusammenarbeit mit dem in Boston ansässigen 3D-Druck-Startup Fortify eine Entwicklungsvereinbarung unterzeichnet. Durch die Partnerschaft werden die Unternehmen ihre Fachkenntnisse – Materialentwicklung und Digital Composite Manufacturing (DCM) – kombinieren, um die harzbasierte additive Fertigung voranzutreiben.

Bei der Partnerschaft sollen schlussendlich die Harze von Henkel verbessert werden damit stärkere 3D-Druck-Teile erzeugt werden können. Die Fortify-Technologie integriert außerdem ein neuartiges Magnetsystem, das die Verstärkungsfasern ausrichtet und die Festigkeit der Verbundwerkstoffe noch weiter verbessert.

Bei Fortifys Digital Composite Manufacturing (DCM) handelt es sich um ein Verfahren, welches von dem magnetischen 3D-Druckverfahren Fluxprint-Technologie angetrieben wird. Hierbei wird Magnetismus mit dem 3D-Druck-Verfahren Digital Light Processing (DLP) kombiniert. Daraus entstehen Verbundteile mit idealen mechanischen Eigenschaften. Durch die magnetische Ausrichtung werden Mikrostruktur optimiert.

Im Juli wurde bekannt, dass das Unternehmen mit 10 Millionen US-Dollar finanziert wurde um die Technologie weiter zu entwickeln.

Henkel hingegen konzentriert sich schon seit mehreren Jahren Materialien für die additive Fertigung zu entwickeln. Hierfür hat der deutsche Chemiekonzern mit verschiedenen Firmen aus der 3D-Druck-Branche Partnerschaften geschlossen. So haben wir erst im November berichtet, dass Henkel eine Kooperation mit dem Dienstleister Shapeways geschlossen hat.

Die Zusammenarbeit von Henkel und Forify kann neue Möglichkeiten erschließen. Die Option, 3D-Druckmaterialien mit Fasern zu verstärken, um Festigkeit und Haltbarkeit zu optimieren, hat eine Fülle potenzieller Anwendungen für die DCM 3D-Drucktechnologie von Fortify eröffnet. Eines der bekanntesten Anwendungsgebiete ist die Herstellung von 3D-gedruckten Spritzgusswerkzeugen. Durch die Nutzung der Druckmaterialien von Henkel und des DCM-Prozesses können Hersteller bei der Herstellung von 3D-Druckeinsätzen im Vergleich zu herkömmlichen Metallwerkzeugen Zeit und Geld sparen.

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