LAY-AWAY Filament-Reihe für Stützstrukturen entwickelt von Kai Parthy

1471

Der Markt für 3D Materialien baut sich immer weiter aus. Es gibt mittlerweile in jedem Industrieland wenigstens einen großen Hersteller und viele kleine Händler für FDM-Filamente. Was gibt es nicht alles – Filamente, die in der Nacht leuchten, im Licht reflektieren, solche, die sich wie Holz oder Stein anfühlen, Filamente, die man wie Bronze polieren kann oder auch welche, die den Strom ein wenig leiten oder gar mit Nano-Carbon-Fasern verstärkt sind. Nicht zu vergessen Lay-Ceramic, mit dem man wasserdichte Keramiken drucken kann, die 1000 °C aushalten.

Kai Parthy, bekannt für diverse raffinierte Materialien, hat wieder ein Jahr experimentiert und veröffentlicht heute eine ganze Serie von ungewöhnlichen Filamenten.

„Diese sind besonders interessant, wenn Du komplizierte Objekte drucken willst. Solche mit Überhang, benötigen Stützstrukturen, damit z.B. der Balkon am Haus nicht herunterfällt, während Dein Drucker diesen ausdruckt.“

Die Nutzer von Dual-Printheads verwenden dafür meist PVA, ein thermoplastisches Polyvinyl-Alkohol, der sich in Wasser auflöst und physiologisch unbedenklich ist.

Für temperaturstabilere Objekte, die in einem beheizten Bauraum gedruckt werden müssen, verwenden die Experten auch gern HIPS-Filament als Support-Material und spülen dieses mit Limonene als Lösungsmittel weg. Dieses Verfahren ist nicht ohne Nachteile, da Limonene recht teuer ist, lange aus dem Druckobjekt heraus riecht, und man das benutzte Limonene in verschiedenen Verschmutzungsgraden aufheben muss.

lay-pva-water

Wasser hingegen als Lösungsmittel ist immer verfügbar und kann auch leicht verschmutzt einfach entsorgt werden. PVA ist jedoch um einiges teurer als die üblichen Materialien, wie PLA und ABS. Kai hat es sich zur Aufgabe gemacht, dieses PVA für verschiedene Verwendungen zu veredeln.

Es entstanden 4 Filamente, allesamt sehr dimensionsstabil und mit guter Haftung zur Druck-Plattform. Drei davon sind wie bisher wasserlösliche Filamente; das vierte (Ethylay) jedoch löst sich nur in Alkohol. Das ist vorteilhaft, wenn gedruckte Objekte nicht mit Wasser in Kontakt kommen dürfen.

layaway-cloud_filament_support_structures_kai_parthyLAY-CLOUD:

  • besonders for Druckobjekte aus flexiblen Materialien geeignet (Ninja-Flex etc)
  • Haftung zu Polyurethan besonders gut
  • in Wasser tauchen, der wolkig schleimige Rückstand löst sich fast von selbst vom Druckobjekt

 

 

high-Tlay_filament_support_structures_kai_parthyHIGHT-T-LAY:

  • entwickelt fürs Drucken im heißen Bauraum (max. 100°C)
  • schnelles Anlösen in kaltem Wasser, High-T-Lay bröselt dann vom Objekt ab, ggf mit Hand oder Pinsel nachhelfen
  • ersetzt limonene-lösliches HIPS als Stützmaterial (also kein Gestank am fertigen Objekt mehr)

 

LAYaPVA_support_filament_kai_parthyLAYaPVA

  • tolles, konstantes Fließverhalten
    Print-T = ~230 °C
  • stabil auch während langer tool-change Perioden (Materialwechsel beim Dual-Druck)
  • wirklich sehr schnell kaltwasser-löslich löslich
  • wird nicht so schnell weich, wenn es feucht gelagert wurde, wie „normales“ PVA

 

sowie ein weiteres völlig neues alkohol-lösliches Support-Material:

ethylay_Filament_support_structures_kai_parthyETHY-LAY

  • löst sich in Alkohol (Brennspriritus)
  • total klares Material
  • für sensible Objekte, die kein Wasser vertragen (f.e. tissue-printing)
  • hält auf vielen Plattform-Materialien
  • cold-bed > sehr dimensions-stabil

 

Hier eine nicht ganz vollständige Liste von Kai Parthys Filamenten:

LAYWOOD, LAYBRICK, BENDLAY, LAYFOMM, GELLAY, LAYFELT, POROLAY, MOLDLAY, SOLAY, REFLECT-o-LAY, DI-ELECTRO-LAY, LAY-CERAMIC, smartABS, PLAY-SOFT

Abonnieren Sie die wöchentlichen 3Druck.com-Newsletter. Jeden Montag versenden wir die wichtigsten Beiträge und Updates der Woche. Melden Sie sich jetzt kostenlos an.