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Materialise präsentiert 3D-Druck-Service mit bis wiederverwendetem Kunststoffpulver

Der 3D-Druck-Software-Anbieter und 3D-Druck-Dienstleister Materialise hat einen Service für einen nachhaltigeren 3D-Druck eingeführt. Mit dem Bluesint PA 12-Angebot können Kunden des Unternehmens 3D-gedruckte Bauteile aus bis zu 100 Prozent wiederverwendetem Kunststoffpulver fertigen lassen.

Das reduziert laut dem Unternehmen den Pulverabfall deutlich und stellt damit eine nachhaltigere Option bei der additiven Fertigung dar. Materialise kündigte die Materialinnovation schon im vergangenen Jahr an und nach einem Beta-Programm für ausgewählte Kunden stellt das Unternehmen seinen Bluesint PA 12-Service nun in der Breite zur Verfügung.

“Der 3D-Druck hat sich als leistungsstarke und nachhaltige Fertigungslösung für die Herstellung kleinerer, kundenspezifischer Teile etabliert, da er eine lokale Produktion ermöglicht. Es ist jedoch von entscheidender Bedeutung, dass unsere Branche weiterhin in neue Wege investiert, um den 3D-Druckprozess selbst nachhaltiger zu gestalten”, sagte Jurgen Laudus, Vice President und General Manager von Materialise Manufacturing. “Durch Innovationen wie unseren Bluesint PA 12-Service befähigen wir unsere Kunden, eine Entscheidung für Nachhaltigkeit zu treffen.”

Beim selektiven Lasersintern, der am zweithäufigsten genutzten 3D-Drucktechnologie, wird bis zu 70 Prozent des Kunststoffpulvers nur noch für geringerwertige Zwecke wiederverwendet (Downcycling) oder als Abfall entsorgt. Mit Bluesint kann diesem nicht genutztem Pulver ein zweites Leben in Form neuer additiv gefertigter Teile geschenkt werden, was einen Beitrag zur Eliminierung von Abfall im 3D-Druck darstellt.

Bluesint PA 12 kann außerdem CO2-Emissionen reduzieren. Die Herstellung von jedem Kilogramm Standard-PA 12-Pulver erzeugt mehr als sieben Kilogramm CO2. Indem Bluesint PA 12 den Bedarf an der Produktion von neuem Material reduziert, ermöglicht es eine Verringerung der CO2-Emissionen aus der Pulverproduktion um etwa 30 Prozent. Würde die Hälfte aller Teile, die weltweit im selektiven Lasersintern mit PA 12 gefertigt werden, mit Bluesint PA 12 gedruckt, ließen sich dadurch die CO2-Emissionen aus dem 3D-Druck um mehr als 2.800 Tonnen pro Jahr reduzieren – das entspricht dem Ausstoß eines durchschnittlichen Pkw mit über 11 Millionen Kilometern Fahrleistung.

Die Einführung des Bluesint PA 12 Service von Materialise folgt auf ein umfangreiches Beta-Programm für ausgewählte Kunden. Maggie Program, eine in Belgien ansässige Non-Profit-Organisation, die multifunktionale Unterkünfte für lokale Gemeinschaften baut, nahm an dem Testprogramm für die Produktion ihrer Unterkünfte teil.

“Wir verlassen uns auf die Flexibilität des 3D-Drucks, um einige der Fertigungsherausforderungen zu lösen, mit denen wir bei der Produktion bestimmter Teile unserer Unterstände konfrontiert waren”, sagt Benjamin Denef, CEO und Gründer von Maggie Program vzw und DMOA architects. “Mit Bluesint PA 12 gibt uns Materialise nun die Möglichkeit, diese Teile auf eine nachhaltigere Weise mit ähnlichen mechanischen Eigenschaften herzustellen. Wir sind immer auf der Suche nach neuen Wegen, um unseren ökologischen Fußabdruck zu reduzieren, und Bluesint PA 12 ermöglicht es uns, eine Fertigungsentscheidung zu treffen, die nicht nur auf den technischen Spezifikationen, sondern auch auf den Umweltauswirkungen basiert.”

“Wir erwarten, dass viele unserer Kunden den Bluesint PA 12-Service für den Druck von Funktionsprototypen nutzen werden”, sagte Jurgen Laudus, Vice President und General Manager von Materialise Manufacturing. “Typischerweise haben 3D-gedruckte Prototypen eine kurze Lebensdauer, da sie nur in der Validierungsphase verwendet werden. Das schafft Bedarf für eine nachhaltigere Lösung in diesem Teil des Produktentwicklungsprozesses. Bluesint PA 12 ermöglicht die nachhaltige Entwicklung von Prototypen mit funktionalen und mechanischen Eigenschaften, die mit denen des Endteils vergleichbar sind.”

Der Artikel basiert auf eine Pressemeldung von Materialise.

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