Metalysis verkündet Update zu AlSc-Legierungen für 3D-Druck

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Bereits im letzten Jahr startete das britische Unternehmen Metalysis ein Projekt, um erschwingliche Aluminium-Scandium-Legierungen für den 3D-Druck zu erforschen. Nun veröffentlichte das Unternehmen ein erstes Update zu diesem Vorhaben.

Speziell in der Automobil-, Luft- & Raumfahrtindustrie nimmt die Nachfrage bezüglich Aluminium-Scandium-Legierungen für den 3D-Druck stetig zu. Zwar bietet Scandium viele positive Eigenschaften wie sehr geringes Gewicht, wodurch eben dieses Material sehr gefragt ist, jedoch birgt dieses ebenso die Nachteile, dass es immens kostenaufwändig und überdies selten ist. Für die genannten Industrien ist Leichtbau eine unabkömmliche Priorität, da ein geringeres Gewicht gleichbedeutend mit geringen Kosten sowie einer höheren Leistung ist, während die Umweltbelastung gesenkt wird.

Im letzten Jahr startete das in Großbritannien ansässige Unternehmen Metalysis ein Projekt zur Entwicklung einer neuen Aluminium-Scandium-Legierung (AlSc-Legierung) für den 3D-Druck. Im Rahmen dieses Projekts widmet sich das Unternehmen vor allem zwei Aspekten: den Kosten sowie dem Mangel an Angebot.

Vor einigen Tagen präsentierte Metalysis nun deren erstes Update über den Verlauf dieses Projekts. Um eine Scandium-reiche Rohstoffzuführung herzustellen, welche die Herstellung von Vorlegierungen unterstützt, nutzt das Unternehmen seine modulare elektrochemische Technologie. Unter Verwendung dieser Technologie kann eine Vielzahl an Pulverlegierungen unter geringem Kostenaufwand mit dem Vorteil, dass diese Methode überdies umweltfreundlicher als vergleichbare ist, hergestellt werden.

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Phase 1 des Projekts startete im zweiten Halbjahr letzten Jahres. In dieser Phase kam Metalysis‘ Generation 1-Technologie zum Einsatz, mit welcher eine erfolgreiche Zugabe der Aluminium-Scandium-Legierung durchgeführt werden konnte. Die daraus entstandene Legierung wurde wesentlich kostengünstiger hergestellt und wies überdies einen 15-Mal höheren Scandium-Gehalt als derzeitige Vorlegierungen auf.

In der zweiten Phase, welche Anfang diesen Jahres startete, beschäftigt sich Metalysis mit den weltweiten Produktions- & Lieferproblemen solcher Legierungen. Das Unternehmen arbietet jedoch stetig an der Qualifizierung von Scandiumoxid zur Herstellung von AlSc-Legierungsrohstoffen aus neuen Quellen.

Weiter konnte das britische Unternehmen in dieser Forschungs-Phase einen neuen Partner gewinnen. Dieser trägt den Namen Australian Mines, ein Produzent und Lieferant von Batterie- und Technologiemetallen sowie Entwickler von Kobalt-Scandium-Nickel-Materialien für sauberere und nachhaltigere Energiequellen. Metalysis nutzt Scandiumoxid aus Australian Mines‘ Sconi-Projekt, um weitere AlSc-Legierungen herzustellen.

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