Umweltfreundliches Filament aus Algen und Seegras

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Die beiden Designer Eric Klarenbeek und Maartje Dros haben ein 3D-druckbares Filament entwickelt, das aus Algen und Seegras besteht. Aktuell werden Objekte des neuen Druckmaterials in der „Change the System“ Ausstellung in Rotterdam gezeigt.

Beide Designer haben sich schon vor einiger Zeit auf die Entwicklung von alternativen zu herkömmlichen (Öl-basierten) Kunststoffen spezialisiert. Entwickelt haben die Beiden eine Methode um spezielle Algen zu züchten, diese zu trocknen und anschließend zu Filament zu verarbeiten.

Der so erzeugte alternative zu Kunststoff kann aber noch mehr: Das Material ist auch einsetzbar für Verpackungen (etwa von Shampoos), Mistkübel und zahlreichen anderen Alltagsgegenständen. Die beiden Designer hoffen ihre Methode auch für größere Mengen skalieren zu können.

Vorteilhaft an dem Verfahren ist, dasa nicht nur kein Erdöl genutzt, sondern auch noch CO2 gebunden wird. Denn die Algen benötigen CO2 zum Wachstum und reinigen somit sogar noch die Luft.

The algae grow by absorbing the carbon and producing a starch that can be used as a raw material for bioplastics or binding agents. The waste product is oxygen, clean air.

Für die Zukunft gibt es auch schon große Pläne: Mit „3D Bakery“ soll ein Netzwerk gegründet werden, das lokale 3D-Druckservices mit biologischem Druckmaterial fördert. Bis zum 14. Jänner können Objekte aus dem umweltfreundlichen Filament noch im Museum Boijmans Van Beuningen in Rotterdam bestaunt werden.