GE erhält $ 9 Millionen zur Entwicklung von 3D-gedruckten Teilen für US Navy

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Der US-Technologieriese General Electric hat sich einen Forschungsauftrag in der Höhe von $9 Millionen durch das Office of Naval Research der US Navy gesichert. Das Projekt umfasst die Entwicklung einer Datenbank von digitalen Bauteilkopien für den 3D-Druck von Ersatzteilen und neuen Teilen für die Schiffsflotten, Flugzeuge und andere Vehikel. 

Das vierjährige Programm sieht die Zusammenarbeit von GE Aviation, GE Additive, Honeywell, Penn State, Lawrence Livermore National Laboratory (LLNL), Navy Nuclear Lab und dem National Center for Defense Manufacturing & Machining. Dabei soll ein Rahmenplan für die schnelle Qualifikation und Zertifizierung von 3D-gedruckten Ersatzteilen als auch neu konstruierten Teilen entstehen.

Digitale Zwillinge

Das Team wird sich der Konstruktion von digitalen Zwillingen von bestehenden Teilen sowie von Grund auf neu designten Bauteilen konzentrieren, die bei Bedarf auf Metall-3D-Druckern additiv gefertigt werden können. Dieser Prozess ist vor allem für Ersatzteile interessant, die nicht mehr gefertigt werden.

Bei den digitalen Kopien handelt es sich um lebende und lernende digitale Modelle von physischen Teilen, Prozessen und auch Systemen. Die Modelle werden fortlaufend auf dem neusten Stand gehalten, da Daten von Sensoren sowie das Wissen technischer Experten der physischen Bauteile mit einfließt.

„Mit der GE Digital Twin Technologie planen wir den Prozess der Überarbeitung oder Neukonstruktion von Bauteilen hergestellt mit 3D-Drucktechnologie zu beschleunigen,“ erklärt Ade Makinde, Principal Engineer, Additive Technologies bei GE Global Research. „Mit der heutigen Technologie kann die Neukonstruktion von Teilen Jahre dauern. Wir glauben diesen Zeitrahmen mit der einzigartigen digitalen Lösungen die wir entwickeln in nur einige Wochen kürzen zu können.“

Laut Makinde ist es extrem schwierig ein 1:1 Ersatzteil mittels 3D-Drucktechnologie zu fertigen, das ursprünglich mit traditionellen Fertigungsverfahren hergestellt wurde. Bei der kritischer Ausrüstung der Navy darf es jedoch keinerlei Abweichungen bei der Fertigung oder der Leistungsfähigkeit der Materialien geben. Ein schneller Prozess zur Produktion und Installation von Ersatzteilen würde gerade der älteren Flotte der Navy zugute kommen. Manche der Schiffe sind bereits Jahrzehnte alt und die Ersatzteile werden nicht mehr gefertigt.

Das Programm wird in zwei Phasen unterteilt. Phase 1 legt den Fokus auf Software- und Hardwareentwicklung. Phase 2 sieht den Bau eines kompletten Systems zur Additiven Fertigung mittels Direct Metal Laser Melting (DMLM) vor.

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