Virtual Curation Laboratory erstellt Katalog mit 3D-gedruckten Repliken von Artefakten

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Ein Virtual Curation Laboratory in Virginia erstellte einen Katalog, bestehend aus einer Vielzahl an genauen 3D-gedruckten Repliken von amerikanischen Artefakten. Diese werden unter Anderem als Lehrmittel sowie zur Unterstützung von Archäologie-Studenten verwendet.

Besonders im Bereich der Archäologie und dem Konservieren wertvoller Kulturgüter können 3D-Technologien nützlich sein, wie unter anderem die Initiative #NEWPALMYRA beweist. Der Einsatz von 3D-Scanning sowie 3D-Druckmethoden ermöglicht es historischen Pädagogen genaue Repliken von Artefakten zu erschaffen sowie es Archäologen die Erforschung vergangener Epochen erleichtert.

Ein Projekt der Virginia Commonwealth University beweist den Nutzen solcher Technologien. Genanntes Projekt führte zur Gründung eines Virtual Curation Laboratory, welches über die letzten Jahre einen Katalog, gefüllt mit einer beträchtlichen Anzahl an 3D-gedruckten, amerikanischen Artefakten, geschaffen hat.

Da originale Artefakte oft am anderen Ende der Welt ausgegraben werden haben Forscher des öfteren keinen oder nur erschwerten Zugang, um diese zu untersuchen. Häufig werden 3D-Scanner eingesetzt, um Objekte zu erfassen. Diese können in weiterer Folge bis ins kleinste Detail und mit hoher Präzision in ein 3D-Modell umgewandelt und 3D-gedruckt werden.

Das Virtual Curation Laboratory dient der Unterstützung von Archäologie-Studenten und wurde im August 2011 als Teil eines Projekts von der U.S Department of Defense Legacy Resource Management ins Leben gerufen. Mit dem Projekt wollte man testen, wie effektiv NextEngine Desktop Scanner für die Modellierung archäologischer Entdeckungen sind. Dr. Bernard K. fungiert als Leiter des Virtual Curation Laboratory Teams und fördert die Zusammenarbeit mit anderen Forschungseinrichtungen.

Grundsätzlich arbeiten die Forscher mit einem NextEngine Scanner und dessen ScanStudio Software. Da dieser jedoch auf Reisen ins Ausland häufig schwer zu transportieren ist kommt ein Struktur-Scanner aufgrund seiner Portabilität zum Einsatz.

Bernard betont, dass sein Team durch den Einsatz von 3D-Technologien alle Arten von Repliken kreieren könnte, von menschlichen und tierischen Überresten bis hin zu historischen Objekten. Um diese Gegenstände 3D zu drucken nutzt das VCL-Team den Ultimaker-3D-Drucker, da dieser sehr zuverlässig ist sowie eine breite Auswahl an zu druckenden Materialen bereit stellt. Hauptsächlich wird PLAFilament eingesetzt und in weiterer Folge mit Acrylfarbe bemalt, um den ursprünglichen Farben des Artefakts so genau wie möglich zu entsprechen.