Der 3Druck.com-Jahresrückblick 2014 – Teil 1 (Januar)

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2014 war wieder ein ereignisreiches Jahr in der Welt des 3D-Drucks und der Additiven Fertigung. In den nächsten Wochen wollen wir deshalb das Jahr nochmals Revue passieren lassen und die Highlights auf 3Druck.com präsentieren. Heute veröffentlichen wir den ersten Teil über den Januar 2014.

Das Jahr beginnt in der Technologie-Branche traditionell mit der „Consumer Electronics Show“ (CES) in Las Vegas. Die weltweit größte Fach-Messe für Unterhaltungselektronik ist auch für die 3D-Druck-Branche wichtig.

So präsentierte der 3D-DruckerHersteller 3D Systems diverse neue Geräte. Mit ChefJet wurde der Einstieg in den Lebensmittelbereich angekündigt und mit dem Cube 3 und dem Cube Pro wurden neue Consumer 3D-Drucker präsentiert. Weiters wurde mit CeraJet der Keramikbereich erweitert. Ebenso wurde das Portfolio mit iSense um einen neuen 3D Scanner, mit 3D Photobooth um eine neue 3D Fotokabine und mit Haptic 3D Mouse um eine 3D-Maus erweitert. Zusätzlich kündigte das Unternehmen mit CubeJet einen Full Color 3D-Drucker an und schloss eine Partnerschaft mit Intel und Samsung ab.

Auch MakerBot stellte eine neue Generation seiner 3D-Drucker vor. Mit dem Replicator Mini sowie dem Replicator Z18 wurde das Portfolio von MakerBot erweitert.

Mitte Januar kündigte das Software-Unternehmen Adobe Erneuerungen für das Designer-Programm Photoshop CC an. Das neue Update brachte eine Unterstützung für 3D-Drucker. Hierfür wurden Partnerschaften mit verschiedenen Herstellern und Dienstleistern geschlossen.

Photoshop ermöglicht das Öffnen und Bearbeiten von den gängigsten Datei-Formaten für 3D-Modelle sowie Schnittstellen zu Dienstleistern. So ist es möglich die Modelle von einem Dienstleister ausdrucken zu lassen. Im Laufe des Jahres wurden die Funktionen erweitert und neue Partner aufgenommen.

Am Endes des Monats, dem 28. Januar, ist noch ein wichtiges Schlüsselpatent für die Selective Laser Sintering (SLS) Technologie ausgelaufen, welches Einfluss auf die gesamte 3D-Druck-Branche hat.

Das Patent mit der Veröffentlichungsnummer US5597589 wurde am 31. Mai 1994 von Carl R. Deckard eingetragen und am 28. Januar 1997 veröffentlicht. Es beschreibt den Aufbau eines Geräts, welches für dieses Herstellungsverfahren verwendet wird. Beim Laser Sintering (Lasersintern, Laserschmelzen, Laser Melting, Selective Laser Sintering oder auch SLS) werden pulverförmige Kunststoffe mit Hilfe eines Lasers zu 3-Dimensionalen Objekten verschmolzen. Die Kosten für einen Drucker mit diesem Verfahren liegen im 5-stelligen Bereich.

Es wird mit dem Auslaufen des Patentes eine ähnliche Entwicklung wie bei dem Verfall des Patents um das 3D-Druck-Verfahren „Fused Deposition Modeling“ (FDM) erwartet. Dies von Stratasys-Gründer Scott Crump gehaltene Patent lief 2006 aus und führte zu einem Boom bei 3D-Drucker mit dem FDM-Verfahren. Durch das größere Angebot fiel der Preis der Drucker und wurde auch für private Anwender leistbar. Ebenfalls entwickelte sich eine Open-Source-Community, welche die Innovation in diesem Bereich förderte.

Jahresrückblick 2014:

(C) Picture: Consumer Electronics Show, 3D Systems, MakerBot, Adobe

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