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Der 3Druck.com-Jahresrückblick 2014 – Teil 8 (August)

2014 war wieder ein ereignisreiches Jahr in der Welt des 3D-Drucks und der Additiven Fertigung. In den nächsten Wochen wollen wir deshalb das Jahr nochmals Revue passieren lassen und die Highlights auf 3Druck.com präsentieren. Heute veröffentlichen wir den achten Teil über den August 2014.

Die Automobilindustrie erkennt in den letzten Jahren immer mehr das Potential von 3D-Druck. So stellen immer mehr Auto-Hersteller Wagen vor, die mit Hilfe von 3D-Druck entwickelt wurden. Der schwedische Automacher Koenigsegg präsentierte den Supersportwagen One:1. Bei der Produktion des leistungsstarken Autos wurde auf eine leichte Bauweise geachtet. Dies wurde unter anderen mit 3D-Scanning– und 3D-Druck-Technologien ermöglicht.

Auch bei dem Supersportwagen „The Beast“ von dem US-amerikanischen Automobilhersteller Rezvani und dem Auto „Bass 770“ von Equus Automotive wurde auf Additive Manufacturing gesetzt.

In der Formel 1 arbeiten immer mehr Rennställe mit 3D-Druck-Technologien. Das erfolgreiche Entwicklungsteam von Infiniti Red Bull setzt schon länger 3D-Drucker für Modelle der Rennautos ein, die für den Windtunnel verwendet werden. Die Sprecher des Teams erklärten, dass zukünftig noch mehr auf diese Technologie gesetzt werden soll.

Auch das Caterham F1 Team vertraut auf 3D-Druck. Ebenso baut das australische Nissan Motorsport Team, „Norton Hornets“, auf 3D-Druck Dienstleister, um Leistung zu erhöhen und Wartezeit zu reduzieren. Im August wurde ebenfalls ein angemeldetes Patent von Boeing und dem Lotus F1 Team bekannt, welches den Prozess zur Erstellung von 3D-gedruckten, mit Carbonfasern verstärkten Teilen beschreibt. Die beiden Unternehmen arbeiten bereits seit 2005 im Bereich Additive Manufacturing zusammen.

Ebenfalls im August gab das „GreenTeam” der Universität Stuttgart bekannt, dass es ein Elektro-Rennwagen mit Hilfe von 3D-Druck entwickelt hat, welcher zur kommenden Saison in der Formula Student antreten wird. Bei der Umsetzung half der britische Hauptsponsor und Technologieunternehmen Renishaw.

Der Chef Interieur Designer von Mercedes, Jan Kaul, äußert sich in einem im August veröffentlichten Interview über das nächste Interieur der S-Klasse. Hier wird unter anderen auch auf 3D-Druck gesetzt.

Es ist somit auch kein Wunder, dass der große 3D-Drucker-Hersteller unter anderen bei der Rennveranstaltung Nescar wirbt.

Anfang August wurde bekannt, dass der deutsche Generalimporteur von MakerBot 3D-Druckern „HAFNER’S BÜRO“ zu MakerBot Europe wird. Hierfür hat der US-amerikanische 3D-Drucker-Hersteller die Teile von „HAFNER’S BÜRO” übernommen, welche für den Vertrieb und die Verwaltung von MakerBot Produkten in Deutschland und Europa verantwortlich waren. Alexander Hafner, der bisher diese Abteilung geleitet hat, ist nun General Manager von MakerBot Europe.

Auch Kriminelle entdecken das Potential von 3D-Drucker. So wurde im August in Frankreich ein ein Dieb dingfest gemacht, der mit 3D-gedruckten Covern Geldautomaten manipulierte. Schon in der Vergangenheit gab es ähnliche Fälle und im November wurde eine Verbrecher-Organisation zerschlagen, die 3D-Druck für Betrug nutzte.

Jahresrückblick 2014

(C) Pictures: Koenigsegg, Caterham F1 Team, Nissan Motorsports

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