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Saab testet 3D-Druck zur Reparatur von beschädigten Gripen-Kampfflugzeugen

Das schwedische Luftfahrt- und Verteidigungsunternehmen Saab hat erfolgreich den 3D-Druck als Methode zur Durchführung von Reparaturen an seinen Gripen-Kampfjets getestet.

Der Testflug fand am Freitag, dem 19. März, in den Lüften über den Saab-Werken in Linköping, Schweden, statt. Der Gripen wurde mit einer Ersatzklappe ausgestattet, die mittels additiver Fertigung aus einem Nylonpolymer namens PA2200 3D-gedruckt wurde. Der Erfolg des Tests zeigt, dass 3D-gedruckte Ersatzteile für schnelle Reparaturen an Kampfflugzeugen verwendet werden können. Dies optimiert die Wartung der Flugzeuge.

Da es kein 3D-Computermodell der Original-Luke gab, wurde diese aus dem Flugzeug ausgebaut und in einen Scanner gelegt. Dieser Prozess wiederum ermöglichte den 3D-Druck einer exakten Kopie, die auf dieses individuelle Flugzeug zugeschnitten ist.

„Die erste Inspektion der Luke nach dem Flug war sehr positiv und zeigte, dass keine visuellen strukturellen Veränderungen durch den Flug aufgetreten waren. Das Potenzial dieses Ansatzes besteht darin, dass das Wartungspersonal vor Ort Zugang zu individuell angepassten Ersatzteilen erhält und man nicht mehr auf Notreparaturen zurückgreifen oder andere ausgefallene Flugzeuge für ihre Teile ausschlachten muss, während gleichzeitig die geringe Anzahl der mitgebrachten Teile bei einem Einsatz weiter reduziert wird“, erklärt Håkan Stake, Vertragsmanager für die Unterstützung des Gripen C/D und Leiter des Entwicklungsprojekts.

Um das Ziel des Einsatzes dieser Fähigkeit zu erreichen, sind weitere Tests sowie Vereinbarungen über Materialstandards erforderlich. Dieser Meilenstein ist der jüngste Schritt in Saabs Engagement für die additive Fertigung. Im Jahr 2017 hat Saab das AMEXCI-Konsortium mitbegründet, um die Technologie voranzutreiben. Seitdem arbeitet Saab mit den Experten von AMEXCI zusammen, um neue Anwendungen und Wege zur Herstellung von Teilen und Geräten mit additiver Fertigung zu finden.

„Dieser Testflug eines betriebsfähigen Bauteils ist ein wichtiger Schritt, da ein Flugzeug mit all seinen Teilen immer die hohen Anforderungen eines Lufttüchtigkeitsprozesses erfüllen muss. Im Hinblick auf die Erhöhung der Betriebsverfügbarkeit im Feld wird die additive Fertigung ein Game Changer sein“, sagt Ellen Molin, Senior Vice President und Leiterin des Saab-Geschäftsbereichs Support and Services.

Der nächste Schritt für Håkan Stake und sein Team besteht darin, sich mit alternativen Materialien zu PA2200 zu beschäftigen, die ebenfalls flexibel sind und der Kälte in großen Höhen standhalten können. Außerdem werden sie eine Containerlösung vorantreiben, damit die Druckausrüstung auf Einsätze mitgenommen werden kann.

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