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3D-gedruckte Teile für die Lockheed Martin F-35

Premium Aerotec, ein Zulieferer der Luftfahrtindustrie, sowie der Rüstungskonzern Lockheed Martin haben bei der Paris Air Show eine Vereinbarung unterzeichnet, um gemeinsam eine Integration additiver Fertigungsprozesse zu erarbeiten.

Die beiden Unternehmen vereinbarten, Bauteile für das F-35 Lightning II Programm zu identifizieren, die mit additiven Fertigungstechnologien hergestellt werden können. Damit sollen Wege gefunden werden die Herstellungskosten des Mehrzweckkampfflugzeug der 5. Generation, F-35, zu senken.

Ebenso sollen additive Fertigungsprozesse wie metallischer 3D-Druck dazu beitragen, dass Produktionsrate der F- 35 erhöht wird und die Produktionsziele schneller erreicht werden.

„Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit Lockheed Martin“, sagt Premium Aerotec CEO Thomas Ehm während der Unterzeichnung. „Diese Zusammenarbeit ist ein erster Schritt für unser Unternehmen in den wichtigen US- Verteidigungsmarkt. Darüber hinaus ist dies eine hervorragende Gelegenheit, die Vorteile der hochmodernen 3D-Druckprodukte und -verfahren von Premium Aerotec in Kombination mit modernster Kampfflugzeugtechnologie zu demonstrieren.“

„Wir sehen enorme Möglichkeiten, durch additive Fertigung die Kosten weiter zu senken, die Qualität zu verbessern und die Geschwindigkeit im gesamten F-35- Programm zu erhöhen“, sagt Greg Ulmer, Vice President bei Lockheed Martin und General Manager des F-35-Programms. „Die F-35-Produktion umfasst die weltweit fortschrittlichsten Fertigungstechniken für Kampfflugzeuge. Durch die Zusammenarbeit mit Partnern wie Premium Aerotec werden wir zusätzliche Automatisierungstechnik und additive Fertigungsprozesse integrieren, um sicherzustellen, dass wir auch in Zukunft unsere Kosten-, Qualitäts- und Effizienzziele einhalten.“

Die Lockheed Martin F-35 ist eine neue Generation von Mehrzweckkampfflugzeugen. Die Entwicklung begann zu Beginn der 2000er-Jahre. Der Erstflug fand im Dezember 2006 statt, die Indienstellung im Juli 2015. Schon 2011 begann die Serienproduktion. Bis jetzt wurden in etwa 400 Kampfjets gefertigt.

Ziel ist, dass das Flugzeug zukünftig in vielen Ländern die im derzeitigen Einsatz befindlichen F-16 Fighting Falcon oder ältere Modelle ersetzen.

Insgesamt sind 2700 Maschinen geplant, alleine die Aufträge der US-Streitkräfte haben ein Volumen von knapp 400 Milliarden US-Dollar. Damit ist es eines der teuersten Rüstungsprogramme der Welt.

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