Home Anwendungen 3D Systems & Alpine F1 Team: Neuer SLA-Werkstoff zur Minimierung von Reflexionen

3D Systems & Alpine F1 Team: Neuer SLA-Werkstoff zur Minimierung von Reflexionen

Der 3D-DruckerHersteller 3D Systems stellt den Verbundstoff Accura Composite PIV vor – ein neuer Werkstoff, entwickelt speziell für PIV-Testanwendungen (Particle Image Velocimetry), die vor allem bei Windkanaltests im Motorsport eingesetzt werden.

Accura Composite PIV wurde in Zusammenarbeit mit dem Alpine F1 Team (vormas Renault F1 Team) entwickelt. Mit dem Werkstoff lassen sich starre Teile in einer kontrastreichen Farbe herstellen, die für PIV-Tests optimiert ist. Teile aus diesem Werkstoff benötigen deutlich weniger Zeit für die Vorbereitung – vom CAD bis zum Windkanal – und liefern genauere, hochauflösende Daten. Durch den Einsatz als Teil einer kompletten additiven Fertigungslösung von 3D Systems – bestehend aus Accura Composite PIV, der Stereolithografie-Technologie (SLA), der Software und modernen Anwendungsservices des Unternehmens – konnte das Alpine F1 Team die Windkanal-Investition optimieren und das Verständnis für die Luftströmung entlang der Karosserie verbessern.

Der 3D-Druck von Windkanalteilen für aerodynamische Tests läuft praktisch rund um die Uhr, da das Rennteam das Leistungsniveau seiner Fahrzeuge kontinuierlich verbessern möchte. Insbesondere die SLA-Technologie von 3D Systems hat es Formel-1-Unternehmen ermöglicht, starre, aerodynamische Teile mit hoher Produktivität herzustellen und Innovationen, wie z. B. integrierte Drucksensorpunkte, nutzbringend einzusetzen. Diese Teile werden in Tests eingesetzt, die auf einer Laser-Technologie beruhen, die als „Particle Image Velocimetry“ oder PIV bekannt ist. Bei der Durchführung zuverlässiger PIV-Messungen stellen die Reflexionen des Laserlichts von anderen Hintergrundoberflächen als den Schwebeteilchen eine große Herausforderung dar. Hierdurch kann sich die Bildqualität verschlechtern, was wiederum zu einem Verlust von nützlichen Informationen führt. 3D Systems entwickelte Accura Composite PIV – ein neuer SLA-Werkstoff zur Minimierung von Reflexionen, den das Alpine F1 Team für den Druck seiner Windkanal-Modellteile einsetzt. Das Alpine F1 Team hat bewiesen, dass der neue SLA-Werkstoff den Laserreflexionseffekt wirksam reduziert. Der Einsatz dieses Systems hilft den Aerodynamikspezialisten, einen besseren Einblick in die aerodynamischen Eigenschaften des Windkanalmodells zu gewinnen.

„Wir sind stolz darauf, seit vielen Jahren mit 3D Systems zusammenzuarbeiten“, sagt Pat Warner, Advanced Digital Manufacturing Manager, Alpine F1 Team. „Das profunde Fachwissen der Anwendungsingenieure und die branchenführenden Lösungen des Unternehmens waren ein unschätzbarer Teil unseres Innovationsteams. Es war aufregend, Accura Composite PIV mitzuentwickeln und die Vorteile zu sehen, die der Werkstoff für unseren Prozess bringt. Wir produzieren fast 500 Teile pro Woche für Windkanaltests. Aufgrund der besonderen optischen Eigenschaften des Werkstoffs erhalten wir jetzt zuverlässigere Daten mit unserem PIV-System im Windkanal.“

Neben der einzigartigen Farbe von Accura Composite PIV verfügt der Werkstoff über ein hohes Zug- und Biegemodul mit einer Wärmeformbeständigkeitstemperatur von 100 °C. Dank dieser Eigenschaften ist er ideal, um den harten Anforderungen von Windkanaltests standzuhalten. Dieser Werkstoff ist für die Verwendung mit der 3D-Stereolithografie von 3D Systems – einschließlich der Software 3D Sprint des Unternehmens – entwickelt, die für die schnelle Produktion von großen (bis zu 1500 mm langen) Teilen in hoher Auflösung ausgelegt ist. Das Herzstück der Lösungen von 3D Systems ist das Fachwissen der Application Innovation Group, die Formel-1-Teams wie dem Alpine F1 Team bei der Verbesserung der Fahrzeugdesigns unterstützt und ihnen so dabei hilft, auf der Strecke schneller zu sein.

„Kundenorientierte Innovationen sind die treibende Kraft bei 3D Systems“, sagt Kevin Baughey, Segmentleiter, Transportwesen & Motorsport, 3D Systems. „Die Zusammenarbeit mit dem Alpine F1 Team bei der Entwicklung unseres neuesten Werkstoffs ist ein weiteres Beispiel für die Nutzung unserer Anwendungserfahrung in der Formel 1. Wir setzen unsere Erfahrung ein, um fortschrittliche Lösungen zu entwickeln, die unseren Kunden einen Wettbewerbsvorteil verschaffen. Wir sind beeindruckt von den Ergebnissen, die das Team im Windkanal erzielt hat, und freuen uns darauf zu sehen, welche Erfolge das Team in dieser Saison auf der Rennstrecke verbuchen kann.“

Der Artikel basiert auf einer Pressemeldung von 3D Systems.

Abonnieren Sie die wöchentlichen 3Druck.com-Newsletter. Jeden Montag versenden wir die wichtigsten Beiträge und Updates der Woche. Melden Sie sich jetzt kostenlos an.
Haben Sie einen Fehler entdeckt? Oder Anregungen und Ergänzungen? Bitte schicken Sie uns eine Nachricht.