Home Anwendungen Erfolgreiche Kosteneinsparung bei Alstom – 3D Spark gewinnt Gründungspreis

Erfolgreiche Kosteneinsparung bei Alstom – 3D Spark gewinnt Gründungspreis

Das Startup 3D Spark spart 1,8 Millionen Euro an Kosten und 20.000 Tage an Lieferzeit beim weltweit zweitgrößte Bahntechnikunternehmen, Alstom ein und wird dafür mit dem Gründungspreis ausgezeichnet.

Im Rahmen der Sommerrunde des Gründerwettbewerbs Digitale Innovationen zeichnete die Jury des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) 3D Spark mit einem Gründungspreis von 7.000 Euro sowie individuellem Coaching aus. Die offizielle Preisverleihung fand am 29. August 2022 auf den Tagen der digitalen Technologien in Berlin statt.

„Millionen Industriemitarbeiter weltweit können mit Hilfe der 3D Spark Plattform smartere Entscheidungen treffen, weil sie die Auswirkungen verschiedener Produktionsalternativen transparent aufbereitet bekommen. Damit können sie einen echten Beitrag für eine nachhaltigere, krisenresilientere und effizientere Produktion leisten. Wir freuen uns sehr, dass das BMWK von diesem Nutzen überzeugt ist und bedanken uns herzlich für den Gründungspreis“, erklärte Ruben Meuth (Co-Founder & Co-CEO) stellvertretend für das Team bei der Preisverleihung.

Durch Lieferengpässe für Bauteile entstehen jährlich Schäden in Milliardenhöhe: das Start-up 3D Spark ermöglicht Unternehmen eine transparente Entscheidungsgrundlage zur Auswahl des günstigsten, schnellsten, technisch geeignetsten und nachhaltigsten Fertigungsverfahrens für jedes seiner Bauteile, derzeit mit Fokus auf industriellem 3D Druck.

Alstom spart spektakuläre 1,8 Millionen Euro Kosten und über 20.000 Tage Lieferzeit durch 3D Spark ein

Alstom, ein weltweit führender Anbieter von intelligenten und nachhaltigen Mobilitätslösungen, ist ein Early Adopter der 3D Spark-Software, die es seinen 3D-Druck-Experten ermöglichte, validierte Einsparungen von mehr als 1,8 Millionen Euro an Kosten und über 20.000 Tagen an Lieferzeit mit 3D-gedruckten Vorrichtungen, Ersatzteilen und Serienanwendungen zu identifizieren und umzusetzen. 3D Spark plant jetzt diese Erfolgsgeschichte auf OEMs und Fertigungsdienstleister weltweit auszurollen.

„Meine Hauptaufgabe ist es, die Einführung des 3D Drucks bei Alstom zu erleichtern und genau dabei hilft uns 3D Spark. Deshalb werden wir in der nächsten Einführungsphase die Plattform allen Alstom-Mitarbeitern zugänglich machen und planen die Anzahl der analysierten Teile bis Ende 2023 zu verdreifachen, wobei wir Kosteneinsparungen von mehr als 5 Millionen Euro anstreben“, sagt Aurelien Fussel, 3D Printing Program Manager bei Alstom, und fügt hinzu: „Ich persönlich träume davon, bald den CO2-Fußabdruck verschiedener Fertigungsalternativen auf der Plattform zu sehen, damit wir unsere Produktion noch stärker auf Nachhaltigkeit ausrichten können.“

Darüber hinaus gibt es weitere Erfolge mit produzierenden OEMs und Fertigungsdienstleistern:

Drittgrößter Automobilzulieferer weltweit nutzt 3D Spark Plattform zur 3D-Druck Potenzialanalyse

Die ZF Friedrichshafen AG ist mit rund 155.000 Mitarbeitern und einem Umsatz von rund 40 Milliarden Euro der drittgrößte Automobilzulieferer weltweit und zählt zu den führenden Unternehmen auf dem Gebiet der Antriebs- und Fahrwerktechnik. Die AG nutzt die 3D Spark Plattform zur Identifikation von wirtschaftlichen Anwendungen für 10 verschiedene 3D Druckverfahren und plant innerhalb der nächsten drei Monate die Nutzung stufenweise konzernweit einzuführen.

„Unsere Benchmarkanalyse hinsichtlich der am Markt erhältlichen Alternativen hat gezeigt, dass die 3D Spark Plattform die beste Lösung für unsere Bedürfnisse ist. Zudem macht die agile Zusammenarbeit mit den Jungs einfach Spaß“ sagt Dr. Ignacio Lobo-Casanova, Head of SMART Lightweight Process Technologies bei der ZF Friedrichshafen AG.

Fertigungsdienstleister MetShape spart durch 3D Spark Plattform repetitive und nicht wertschöpfende Tätigkeiten im Vertrieb ein

Die MetShape GmbH ist ein Produktionsdienstleister, der sich auf die sinterbasierte additive Fertigung von Klein- und Mikroteilen aus Metall spezialisiert hat. Das Technologie-Start-up setzt dabei den Schwerpunkt vor allem auf die Metall- und Elektronikindustrie sowie die Medizintechnik- und Luxusbranche.

„Die 3D Spark Plattform reduziert den Zeit- und Arbeitsaufwand meines Teams für die Analyse von 3D-CADs und 2D-Zeichnungen aus Angebotsanfragen hinsichtlich technischer Machbarkeit und präziser Kostenkalkulation drastisch“, sagt Dr. Andreas Baum, CEO von MetShape. „Um ein Angebot zu erstellen, musste früher ein technischer Experte die Druckbarkeit manuell prüfen, während ein Vertriebsmitarbeiter das Bauteil in eine CAD-Software laden, verschiedene Parameter auslesen und diese in unser eigenes Excel-Kostentool übertragen musste. 3D Spark erledigt all dies in einem einzigen schnellen und einfachen Arbeitsschritt. Dadurch kann jeder in unserem Team diese Analysen durchführen, was uns eine höhere Flexibilität und mehr Zeit für die wertschöpfende Zusammenarbeit mit unseren Kunden gibt.“

Innovative Forschungsarbeit am Fraunhofer IAPT

Ursprung für den Erfolg war die gemeinsame Arbeit an der Fraunhofer-Einrichtung für Additive Produktionstechnologien IAPT: „Der Türöffner für die erfolgreiche Einführung von 3D Druck und damit einer effizienteren und nachhaltigeren Produktion ist die Identifikation von profitablen Anwendungen. Genau das tut die 3D Spark Plattform, indem sie Experten-Know-How digitalisiert hat und dies jedem Anwender niederschwellig zur Verfügung stellt“, schwärmt Olaf Steinmeier, Leiter Zukunftsfeld Energie vom Fraunhofer IAPT und ergänzt: „Ich habe über sieben Jahre mit den Gründern Arnd, Fritz und Ruben zusammengearbeitet. In dieser Zeit haben wir in Wissenschafts- und Industrieprojekten, enormes Software-Know-How bei der Fertigbarkeits- und Kostenbewertung von Bauteilen aufgebaut. Es erfüllt mich mit Freude und Stolz, die erfolgreiche Industrialisierung der Software zu begleiten.“

Rückblickend erinnert Dr.-Ing. Arnd Struve (Co-Founder & CTO): „Wir wurden immer mit den gleichen Fragen konfrontiert: Kann man dieses Teil drucken? Mit welchen Materialien? Was kostet es? Welche Auswirkungen hat der Technologiewechsel auf die Qualität, Lieferzeit und Nachhaltigkeit? Fragen die selbst Experten häufig nicht aus dem Stegreif beantworten können. Wir waren davon überzeugt, dass wir solche aufwendigen und teuren Machbarkeitsstudien automatisieren können. Unser Ziel war dabei immer, dass sowohl unerfahrene Anwender als auch Profis in wenigen Sekunden qualifizierte und transparente Antworten auf diese Fragen bekommen.“

3D Spark träumt von einer Zukunft ohne Verschwendung in der Produktion

„Wir träumen von einer Produktion ohne Verschwendung. Täglich werden weltweit Milliarden von Bauteilen produziert – viele davon mit höheren Kosten, Lieferzeiten, Materialverbrauch und CO2-Emissionen als nötig. Den produzierenden Unternehmen fehlt es häufig schlicht an der notwendigen Transparenz, um je Bauteil das günstigste, schnellste, sicherste und nachhaltigste Fertigungsverfahren auszuwählen. Um diese Transparenz zu schaffen, werden wir unser Technologieportfolio über die 3D-Druckverfahren hinaus stetig erweitern und so einen umfassenden Verfahrensvergleich für alle relevanten Fertigungsverfahren anbieten“, zeigt sich Dr.-Ing. Fritz Lange (Co-Founder & Co-CEO) ambitioniert.

Im Sommer 2021 erhielt das Gründerteam ein EXIST-Gründungsstipendium des BMWK und des Europäischen Sozialfonds (ESF) und gewann zudem den „Wissenschaftlichen Innovationspreis 2021 des Rotary-Club Hamburg-Haake“. Im September 2021 wurde die 3D Spark GmbH gegründet. Im Sommer 2022 erhielt das Startup den Zuschlag für die InnoRampUp-Förderung der IFB Innovationsstarter GmbH. Auf dem gesamten Weg wurde das Team von beyourpilot-Gründungsberater Felix Krieg unterstützend begleitet. Das Team besteht derzeit aus acht Mitgliedern und soll nach Abschluss der bevorstehenden Seed Finanzierungsrunde weiter wachsen. Die 3D Spark Plattform ist ab sofort für produzierende OEMs und Fertigungsdienstleister erhältlich.

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