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Blue Moon: Jeff Bezos setzt bei neuen Mondlander auf 3D-Druck

Jeff Bezos ist nicht nur der Gründer des Online-Shops Amazon, sondern hat auch das Raumfahrtunternehmen Blue Origin ins Leben gerufen. Nun stellte die Firma den Lander “Blue Moon” vor. Der Mondlander soll zwischen 3,6 und 6,5 Tonnen Ausrüstung bis zum Mond transportieren können.

Donald Trump hat das Ziel ausgegeben, dass die USA bis 2024 wieder Menschen auf den Mond bringen will. Der neue Mondlander von Blue Origin kann in diesem Projekt eine tragende Rolle spielen. In der Raumfahrt übernehmen private Unternehmen immer wichtigere Parts in der Realisierung solcher Vorhaben. Mittlerweile werden auch Versorgungsflüge zu der internationalen Raumstation ISS teilweise durch private Firmen wie SpaceX übernommen.

Antrieb von Blue Moon aus dem 3D-Drucker

Blue Origin setzt wie auch andere Unternehmen aus der Raumfahrt bei der Herstellung einzelner Teile auf additive Fertigung. Der Antrieb des Mondlanders handelt es sich um den sogenannten BE-7 Raketenantrieben. Wie schon beim BE-4-Antrieb werden viele Einzelteile additiv gefertigt.

Blue Origin BE-7 - Blue Moon

Das Triebwerk hat einen Schub von 40 kN und ist für den Transport großer Nutzlasten ausgelegt. Der Treibstoff des Motors ist eine hocheffiziente Kombination aus flüssigem Sauerstoff und flüssigem Wasserstoff. Das BE-7-Triebwerk soll im Sommer 2019 erstmals getestet werden.

Auch SpaceX setzt beim Antrieb auf 3D-Druck

Das Raumfahrtunternehmen von Elon Musk, SpaceX, setzt bei der Entwicklung von neuen Triebwerken ebenfalls auf additive Fertigung. Die im März getestete Raumkapsel „Crew Dragon“ hat die Flüssigkeitsraketentriebwerk SuperDraco im Einsatz. Diese hat einen Schub von 73 Kilonewton und brachte eine Raumkapsel zur internationalen Raumstation ISS.

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