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Briten planen 3D-Druck von Sprengstoffen

Das Defence Science and Technology Laboratory (DSTL), eine vom Verteidigungsministerium (MOD) des Vereinigten Königreichs geförderte Einrichtung, hat mit der Entwicklung von gedruckten 3D-Sprengstoffen begonnen.

Das Projekt zielt darauf ab, neue Möglichkeiten für verschiedene Sprengstoffwirkungen durch die Verwendung komplizierter Designs, die durch den 3D-Druck ermöglicht werden, zu schaffen und auch die Transport- und Lagerkosten zu reduzieren.

Die Verwendung der additiven Fertigung zur Herstellung neuer energetischer Rezepturen ist Teil des Future-Energetics-Projekts des Verteidigungsministeriums, das zur Ausbildung von Experten und zur Entwicklung neuer Technologien eingerichtet wurde.

DSTL will den Einsatz von innovativen Wissenschaften und Technologien im Verteidigungs- und Sicherheitssektor Großbritanniens sicherstellen. In Anbetracht der Bedeutung von Energieexperten für den Sicherheitssektor hat das Verteidigungsministerium 2015 das Future-Energetics-Projekt ins Leben gerufen. Seitdem hat das Verteidigungsministerium fast 10 Millionen Pfund in die Ausbildung von Fachleuten sowie in die Entwicklung von Technologien und Ausrüstung investiert.

Das Future-Energetics-Projekt umfasst die Erstellung von Sprengstoffmodellen, Sprengstoffversuche, chemische Synthese, die Herstellung neuartiger Energetika und Gefahrenprüfungen in kleinem Maßstab. Um neue energetische Materialien und Methoden zu entwickeln, haben die Wissenschaftler des Projekts damit begonnen, die additive Fertigung einzuführen.

Die Verwendung des 3D-Drucks zur Herstellung von Sprengstoffrezepturen wird derzeit getestet. Da die verschiedenen explosiven Effekte durch die Geometrie der Ladung beeinflusst werden, untersuchen die Wissenschaftler dieses Projekts die energetischen Eigenschaften, die durch die additive Fertigung ermöglicht werden.

Das Projekt konzentriert sich auf die Materialextrusion und die Druckfähigkeiten und zielt darauf ab, individuelle Formen für den Einsatz in Kriegsgebieten zu entwickeln. Der 3D-Druck von individuellen Sprengladungen auf Abruf kann auch die Kosten für Transport und Materialeinsatz senken.

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