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ConocoPhillips setzt 3D-Druck ein für Ölfeld in Alaska ein

Der multinationale Öl- und Gasförderer ConocoPhillips hat bekannt gegeben, dass er derzeit den 3D-Druck erprobt, um Probleme in der Lieferkette auf seinem Kuparuk-Ölfeld in Alaska zu überwinden.

Das Kuparuk-Ölfeld wird seit 1979 von ConocoPhillips entwickelt. Den Peak der Förderung hat die Anlage 1992 mit 322,000 Barrel pro Tag erreicht, derzeit beträgt die durchschnittliche Förderung 71.000 Barrel pro Tag. Industrielle Anlagen müssen regelmäßig gewartet werden und dafür braucht es auch Ersatzteile. Teile der Anlagen sind jedoch schon mehr als 40 Jahre alt und Ersatzteile werden teilweise nicht mehr produziert.

Mit AM-Technologie will das Unternehmen dieses Problem lösen. Im Rahmen seines Energy Technology Ventures-Projekts, einer gemeinsamen Initiative mit GE und NRG Energy, hat das Unternehmen nach eigenen Angaben eine Reihe von branchenweit erstmaligen Feldversuchen durchgeführt, die für „strategische Vorteile“ sorgen sollen.

So will ConocoPhillips Brennerstopfen durch 3D-Druck vor Ort herstellen. Da das Teil selbst nicht mehr hergestellt wird, müssen neue Teile normalerweise von Grund auf neu produziert werden. Mit der Versendung an den Standort in Alaska dauert dies über ein Jahr. Da diese Vorlaufzeit eindeutig Auswirkungen auf den Geschäftsbetrieb hat, haben die Produktionsteams von ConocoPhillips in Alaska und weltweit damit begonnen, stattdessen Ersatzteile aus Inconel 718 zu drucken. Auf diese Weise ist es dem Unternehmen nicht nur gelungen, Ersatzteile mit verbesserten Druck- und Temperaturbeständigkeitseigenschaften einzuführen, sondern auch viele Fragen zu dieser Technologie zu klären und ihre Endleistung zu bewerten.

Nach dem Erfolg des ersten Brennerstopfenprojekts hat ConocoPhillips außerdem begonnen, mit einem ungenannten OEM und einem 3D-Druckunternehmen zusammenzuarbeiten, um additiv gefertigte Teile für den Einsatz in anderen Bereichen des Unternehmens herzustellen. Insbesondere hat das Unternehmen die Notwendigkeit erkannt, viele seiner Choke-Cage-Ventile zu ersetzen, die zur Steuerung des Wasserflusses in Ölfeld-Injektionsbohrungen eingesetzt werden.

Ähnlich wie bei den Brennerstopfen für Gasturbinen wurden diese Teile von den OEMs, die sie herstellten, nicht mehr produziert, was ConocoPhillips dazu veranlasste, die vorhandenen Ventile mit 3D-gedruckten Ventilen nachzurüsten. Dieser Ansatz soll die Lebensdauer der Choke-Cage-Ventile des Unternehmens verlängert und die Bestellung neuer Ersatzteile hinausgezögert haben, was letztlich zur Kostensenkung und zur Verbesserung der Betriebszeit der Injektionsbohrungen beigetragen hat.

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