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Guhring UK optimiert Werkzeugherstellung mit 3D-Druck

Gühring ist ein Spezialist für Präzisionswerkzeuge. Das Unternehmen wurde 1898 in Deutschland gegründet. 1973 folgte mit Großbritannien mit Gruhning UK die erste Ländergesellschaft des Unternehmens. Nun hat das britische Unternehmen zwei additive Fertigungssysteme des US-amerikanischen Hersteller Markforged erworben.

Gekauft wurde das Metal X-System von Markforged für Metall und ein 3D-Drucker für Carbon Fiber. Die Systeme haben es dem Unternehmen ermöglicht, Musterteile, Ersatzteile und Prototypen aus Kohlefaser sowie funktionelle Werkzeuge aus Metall mit erhöhter Effizienz und reduzierten Vorlaufzeiten herzustellen.

Ursprünglich wurde Guhring UK als Verkaufs-, Lager- und Vertriebsunternehmen gegründet, aber mittlerweile hat sich die Tochtergesellschaft zu einem Produktionsunternehmen entwickelt, das in der Lage ist, seine eigenen Präzisionswerkzeuge herzustellen. Das Unternehmen stellt maßgeschneiderte Schneid- und Fräswerkzeuge für Unternehmen wie BMW, Jaguar Land Rover, Airbus und BAE Systems her.

Im Produktionsprozess arbeitet Guhring UK eng mit seinen Kunden zusammen, um gemeinsam das fertige Werkzeug zu entwickeln. Dieser Prozess dauert oftmals bis zu acht Wochen bis Spezialwerkzeuge im eigenen Haus entworfen, getestet und hergestellt werden. Die Produktion kann jedoch erst beginnen, wenn das Unternehmen die Genehmigung für das Design erhalten hat. Dies führt zu einem Anstieg der Kosten und der Vorlaufzeit für die Herstellung von Spezialwerkzeugen.

Um den Prozess zu optimieren setzt das Unternehmen nun auch auf 3D-Druck. So können Prototypen mit 3D-Kohlefaserdrucker hergestellt werden. Mit dem Metal X Metalldrucker können auch funktionelle Werkzeuge hergestellt werden.

Seit der Integration der 3D-Drucker von Markforged in den Produktions-Workflow hat Guhring UK nun ein umfassendes Sortiment an 3D-gedruckten Werkzeuge für Fräs- und Spezialanwendungen geliefert. Dazu gehört ein Basisfräser aus H13-Werkzeugstahl, der nicht nur 60 Prozent leichter ist als sein traditioneller Vorgänger, sondern dem Unternehmen auch 75 Prozent der Kosten im Vergleich zum Original einspart.

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