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LÄPPLE Group setzt nun 3D-Drucker von MakerBot ein

LÄPPLE Group, ein deutscher Anbieter für Automobillösungen, setzt nun 3D-Drucker von dem US-Unternehmen Makerbot ein. Das teilte das 3D-Druck-Unternehmen in einer Pressemitteilung mit.

Die deutsche Firma will mit dem Einsatz von additiven Fertigungslösungen die Produktionsprozesse in seinen Presswerken und an seinen Fertigungslinien verbessern. Hier kommt der neue Drucker Method sowie der Replicator Z18 zum Einsatz. Mit diesen konnte das Unternehmen die Vorlaufzeiten und die Kosten gegenüber herkömmlichen Fertigungsmethoden bei speziellen Produktionsanwendungen um bis zu 50% reduzieren. Die Gruppe hat es mit seinen betriebseigenen 3D-Druckern auch geschafft, für die Fertigung von Vorrichtungen keine Blechteile mehr zu benötigen.

LÄPPLE sah bei allen Filialen beträchtliches Potenzial für die additive Fertigung, vor allem bei der Fertigung großer Bauteile wie Stanzen am ursprünglichen Standort von LÄPPLE AUTOMOTIVE in Heilbronn.

Additive Fertigung möglich machen

Die Einführung von 3D-Druck im eigenen Betrieb ermöglicht LÄPPLE, häufig auftretende Probleme mit Vorrichtungen und Werkzeugen zu bewältigen und Komponenten zuverlässig zu drucken, die mit herkömmlichen Methoden nur schwer oder gar nicht hergestellt werden können.

Stützelemente für die Behälter eines in Stanzwerken verwendeten Bauteils, wurden zuvor durch Formung von Blechteilen aus dem Serienwerkzeug gefertigt, wobei gefährliche Harze verwendet wurden. Mit MakerBot sind keine Teile aus Serienwerkzeugen mehr erforderlich. Designer können nun eine native CAD-Datei mit genauen Druckgeometrien direkt auf die virtuelle Bauplatte setzen und die Druckausrichtung automatisch anpassen. Das Ergebnis ist ein sehr viel schnellerer Arbeitsablauf und eine sichere Produktion ohne gefährliche Formstoffe.

Außerdem ermöglicht die Ergänzung der Fertigungsanlagen mit einem METHOD-3D-Drucker von MakerBot eine werkzeuglose Herstellung von Bauteilen, die moderaten mechanischen und thermischen Belastungen standhalten oder für die CAD-Daten schnell erzeugt werden können bzw. leicht verfügbar sind.

3D-gedruckte Bauteile reduzieren die Vorlaufzeiten und Kosten um 50%

Das Team von LÄPPLE nutzt den 3D-Drucker von MakerBot zudem für die bedarfsgerechte Fertigung von Bauteilen. Ein Beispiel hierfür sind die Lager der Ersatzelektrodenkappen für Punktschweißroboter. Mithilfe von 3D-Druck wurden Fertigungswerkzeuge entwickelt, die komplexe Geometrien aus Plastik mit soliden Stahlkomponenten verbinden können. Bei dieser Anwendung konnten Zeitaufwand und Kosten um mehr als 50% reduziert werden.

Durch die Einführung der 3D-Druckanlagen von MakerBot konnten die Ingenieure zu äußerst geringen Kosten produktionstaugliche Bauteile erstellen, die es dem Team ermöglichten, Entwürfe zu optimieren und die Effizienz zu steigern. Auf diese Weise entstand ein nahtloser Arbeitsablauf.

Martin Heckmann, Entwicklungsingenieur bei LÄPPLE, meint hierzu: „Der Replicator Z18 von MakerBot ist im Bereich der additiven Fertigung überragend. Wenn ein Druck beim ersten Mal nicht wie gewünscht ausfällt, versuchen wir es einfach nochmal. Mit MakerBot können wir wegen der äußerst geringen Druckkosten pro Stück die Parameter so lange anpassen, bis wir ein perfektes Ergebnis erzielen.”

3D-Druck-Ausbildung zukünftiger Ingenieure

Das angesehene Ausbildungsprogramm von LÄPPLE entstand vor über 80 Jahren. Einer der wichtigsten Bereiche des Programms zielt darauf ab, bei den neuesten Entwicklungen und Tendenzen im Bereich der additiven Fertigung weiterhin an vorderster Front zu stehen, damit LÄPPLE konkurrenzfähig bleibt. Im Rahmen der Aus- und Fortbildung seiner Ingenieure nutzen die Ausbilder des Unternehmens zur Ergänzung des Lehrgangs für technisches Produktdesign den Replicator Z18 von MakerBot.

Die Ausbilder des Ausbildungslehrgangs von LÄPPLE berücksichtigen 3D-Druck und schulen junge Techniker in der Fertigung komplex geformter Bauteile mithilfe von additiver Fertigung. Mit der Technologie von MakerBot können die Kursteilnehmer CAD-Dateien schnell und einfach importieren, automatisch anordnen und mit einem Gerät oder mehreren Geräten drucken. Dies ermöglicht die sofortige Umwandlung und Umsetzung vom Design zum Prototypen. Die Kursteilnehmer erhalten so praxisnahe Anwendungserfahrung von unschätzbarem Wert, die für industrielle CAD-Verfahren und additive Fertigungsprozesse erforderlich ist.

Die Ingenieure von LÄPPLE erkennen das weitere Potenzial der additiven Fertigung für Anwendungen im Bereich der Modellierung, Werkzeugfertigung und Fertigungsanlagen.

„Die Vielzahl möglicher Anwendungen kann man nur durch die aktive praktische Nutzung dieser Technologie entdecken. Und dieser Lernprozess ist noch nicht zu Ende. Wir freuen uns darauf, ihn mit MakerBot weiter fortzusetzen”, bilanziert Heckmann.

LÄPPLE Automotive hat sich die Möglichkeiten zu eigen gemacht, die betriebseigener 3D-Druck bietet, vor allem, wenn Ingenieure die additive Fertigung beim Design und bei ihren Überlegungen berücksichtigen. Mit dem METHOD und dem Z18 von MakerBot können sich Hersteller wie LÄPPLE die additive Fertigung bei zahlreichen Anwendungen wirklich zu eigen machen – egal, ob für Werkzeuge der Fertigungslinien oder endgültige Bauteile”, folgert Nadav Goshen, CEO von MakerBot.

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