Home Anwendungen Mercedes-Benz spendet Gesichtsschilde aus dem 3D-Drucker zur Eindämmung der COVID-19-Pandemie

Mercedes-Benz spendet Gesichtsschilde aus dem 3D-Drucker zur Eindämmung der COVID-19-Pandemie

In der Corona-Krise sind die Ressourcen im medizinischen Bereich oft knapp. Gerade bei Schutzausrüstung kommt es zu einer großen Nachfrage. Aus diesem Grund versuchen auch immer mehr Unternehmen einzuspringen und Ausrüstung wie Face Shields zu produzieren. Häufig kommt in solchen Fällen 3D-Druck zum Einsatz. So auch beim Automobilhersteller Mercedes.

In einer Pressemitteilung erklärt der Konzern, dass er sein technologisches Fachwissen für die Herstellung von Gesichtsschilden eingesetzt hat. Anfang der letzten Woche übergab Michael Frieß, Standortverantwortlicher und Leiter Produktion des Mercedes-Benz Werks Bremen, Lutz Müller, dem Leiter des Landeskrisenstabs Bremen, 1.200 Gesichtsschilde aus Kunststoff.

Bei Mercedes-Benz Cars kommt der 3D-Druck für gewöhnlich im Prototypenbau und in der Kleinserienfertigung zum Einsatz. Jetzt produzieren die Drucker Trägerelemente für Gesichtsschilde auf Basis eines Open-Source-Datensatzes. Was im Mercedes-Benz Werk Sindelfingen begann, wird nun in Bremen erfolgreich fortgeführt.

Gerade in Zeiten wie diesen ist es für Mercedes-Benz umso wichtiger, seiner gesellschaftlichen Verantwortung nachzukommen. Die Gesichtsschilde-Sets werden daher vom Unternehmen gespendet. Sie bilden eine physische Barriere und können so die Übertragung von Tröpfchen oder Speichel in den Gesichtsbereich des Tragenden erschweren. Ebenso hindern sie daran, sich mit den eigenen Händen unbewusst ins Gesicht zu fassen.

„Ich bin sehr stolz darauf, dass unser Mercedes-Benz Werk Bremen mit der Übergabe der Gesichtsschilde heute einen wichtigen Beitrag zur Eindämmung der COVID-19-Pandemie leisten kann, und dass wir damit auch unserer gesellschaftlichen Verantwortung als größter privater Arbeitgeber in der Region Bremen gerecht werden. Die Gesichtsschilde sind im Werk Bremen, wie auch in den Werken Rastatt und Sindelfingen gefertigt worden, wo seit kurzem auch wieder sukzessive und flexibel die Fahrzeugproduktion angelaufen ist“, sagte Michael Frieß, Standortverantwortlicher und Leiter Produktion des Mercedes-Benz Werks Bremen.

Mercedes-Benz sammelt seit rund 30 Jahren Erfahrungen in der Erforschung und Anwendung der additiven Fertigung. Schon heute stellt Mercedes-Benz jährlich mit 3D-Druckmaschinen bis zu 150.000 Bauteile aus Kunststoff und Metall her.

Mehr über 3D-Druck und Coronavirus findet man auf dieser Sonderseite.

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