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Oldtimer mithilfe eines 3D-Druckers restaurieren

In einem Bericht stellt der 3D-DruckerHersteller Zortrax das Unternehmen ABCar Oldtimers vor. Diese Firma hat sich auf die Restaurierung von Oldtimern spezialisiert und verwendet 3D-Druck um nicht mehr erhältliche Teile der Fahrzeugausrüstung herstellen zu können.

Alte Autos, insbesondere vor dem Zweiten Weltkrieg gebaute Oldtimer, bestehen aus vielen einzelnen Teilen. Die Eigentümer von Luxusautos setzten auch oft auf Extraanfertigungen und Personalisierung. Eine Restaurierung kann daher sehr aufwendig sein, denn zusätzlich kommt noch dazu, dass manche Einzelteile gar nicht mehr produziert werden.

Das Unternehmen berichtet zum Beispiel von einer speziell ausgeführten Nadel bei einem Tachometer von Mercedes Benz-Autos. Diese sehr dünne Nadel schließt mit einem Halbmond ab. Heutzutage werden solche Elemente überhaupt nicht mehr in dieser Ausführung produziert. Bartłomiej Błaszczak, Direktor für Design und Ingenieurbau bei ABcar Oldtimers, erklärt, dass diese Nadeln mit dem Resin-Drucker von Zortrax, den Zortrax Inkspire, realisiert werden konnte.

Restaurierter Ferrari 599

Eines der Autos, das heute ohne diese präzise Drucktechnik nicht restauriert worden wäre, ist ein von dem polnischen Automobiljournalisten Patryk Mikiciuk überholter Ferrari 599. Bei diesem Projekt sollen die Kosten für die Erneuerung nur einen Bruchteil dessen betragen, was man für einen Neuwagen bezahlen muss, wobei das Aussehen und die Ausstattung nicht an Qualität verlieren dürfen.

Die Herausforderung bei diesem Auto bestand darin, das System der im Lenkrad montierten Dioden nachzubilden. Im Originalfahrzeug waren die Dioden hinter einem dunklen, halbtransparenten Gehäuse installiert. Wenn sie ausgeschaltet sind, scheint die Oberfläche des Lenkrads völlig schwarz zu sein. Im eingeschalteten Zustand sind die Sensorleuchten am Lenkrad deutlich sichtbar. Ein Material mit solchen Eigenschaften ist schwierig aufzutreiben. Als einfachste und schnellste Lösung erwies sich daher der Druck des Gehäuses aus schwarzem Harz. Es konnte eine Dicke gedruckt werden, welche die erforderliche Lichtdurchlässigkeit ermöglicht hat.

Schon vor 2 Jahren haben wir berichtet, dass Mercedes-Benz für Oldtimer Metall 3D-Druck nutzt.

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