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RAILiability: Europäische Bahnen gründen Arbeitsgruppe für 3D-Druck

Im Rahmen des 3. Additive Manufacturing Forums in Berlin unterschrieben sieben wichtige europäische Bahnunternehmen eine gemeinsame Erklärung zur verstärkten Zusammenarbeit im Bereich der additiven Fertigung. In dieser Arbeitsgruppe „RAILiability“ werden die führenden Eisenbahnunternehmen aus Deutschland, Italien, Großbritannien, Schweden, der Schweiz und Österreich gemeinsam kooperieren.

Zu den Unternehmen gehören u.a. die Deutsche Bahn (DB), die Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB), Trenitalia sowie die schwedische SJ. Alle Mitglieder der neuen Arbeitsgruppe sind auch Teil des 2017 gegründeten Mobility goes Additive Netzwerk. In diesem Verein gibt es acht Arbeitsgruppen wie „Zulassung“, „Materialien“ oder auch „Change-Management“. Mit RAILiability wird es nun auch eine Gruppe geben, die den Fokus auf den Schienenverkehr legt.

Ziel der neuen Arbeitsgruppe ist es eine gemeinsame Datenbank für 3D-gedruckte Teile zu schaffen. Außerdem sollen Erfahrungen und Learnings geteilt werden. Ebenfalls soll dadurch eine bessere Kooperation mit der Industrie entstehen.

ÖBB und DB setzen schon seit Jahren auf 3D-Druck

Die ÖBB setzen schon seit einigen Jahren auf den 3D-Druck. So sind bei ÖBB-Technische Services inzwischen bereits mehr als tausend Teile gedruckt und eingebaut worden. Aktuell wird intensiv an neuen Werkstoffen und Fertigungsmethoden gearbeitet, teilt das Unternehmen in einer Pressemitteilung mit.

„Additive Fertigung ergänzt unsere bestehende Fertigung optimal. Leichtbau und Optimierung der Funktionalität werden im Schienenverkehr immer wichtiger. Wir machen mit dem 3D-Druck nicht mehr erhältliche Teile wieder verfügbar und ersetzen auch ältere Komponenten durch neue Teile, die durch ihre optimierte Bauweise die Energieeffizienz der Bahn weiter verbessern. Die additive Fertigung trägt direkt dazu bei, unser oberstes Ziel zu erreichen: Die höchstmögliche Verfügbarkeit unserer Züge nachhaltig sicherzustellen“, sagt DI Andreas Zwerger, Geschäftsführer ÖBB-Technische Services GmbH.

Die Deutsche Bahn arbeitet ebenfalls schon seit 2015 Ersatzteile mit Hilfe der additiven Fertigung her.

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