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Schiner 3D Repro unterstützt Unternehmen bei digitalen Anatomie-3D-Druck

Das auf die Herstellung von medizinischen Modellen spezialisierte österreichische Dienstleistungsunternehmen Schiner 3D Repro war eines der ersten im gesamten deutschsprachigen Raum, das den 3D-Drucker Stratasys J750 Digital Anatomy einsetzte. Das Unternehmen arbeitet eng mit medizintechnischen Unternehmen zusammen, um die Verwendung neuer medizinischer Geräte mit biomechanisch-genauen 3D-Druckmodellen zu ermöglichen, die Knochen und Gewebe in einem noch nie dagewesenen Maß an Realismus nachbilden.

Für die Entwicklung neuer medizinischer Geräte benötigen medizinische Unternehmen, Gerätehersteller aber auch Forschungseinrichtungen in der Regel Kadaver, um Lösungen zu testen und Design sowie Gerätefunktionalität zu optimieren. Dies kann nicht nur kostspielig und schwer wiederholbar sein, sondern auch sehr langwierig, da die Präparation der Kadaver für die gewünschten Anatomien oft Monate dauert – insbesondere dann, wenn bestimmte Pathologien für die zu testenden Geräte erforderlich sind. Durch die Nutzung des Digital Anatomy 3D-Druckers überwinden Schiner 3D Repros Kunden diese Barrieren, indem sie Anatomien und Pathologien mit 3D-Druck ultra-realistisch simulieren. Dadurch wird der Bedarf an menschlichen und tierischen Kadavern reduziert, eine hohe Wiederholbarkeit gewährleistet, und die Designvalidierung beschleunigt.

Seit der Installation des Digital Anatomy Printers stellt Schiner 3D Repro anatomische und medizinische 3D-gedruckte Modelle für chirurgische Trainings und Operationsvorbereitungen europaweit her.

„Der Digital Anatomy Printer hat die Möglichkeiten, die wir medizinischen Unternehmen bieten können, entscheidend verändert”, sagte Jörn-Henrik Stein, Geschäftsführer bei Schiner 3D Repro. „Wir sind jetzt in der Lage, Anatomien aus echten medizinischen Scans, sogenannten DICOM-Daten, zu erstellen. Das ermöglicht unseren Kunden aus der Medizinbranche, auf menschliche Körper zu verzichten und trotzdem genau die Anatomie anzufordern, die benötigt wird.“

Laut Stein ist die außergewöhnliche Realistik und detailgetreue Reproduktion der anatomischen Modelle, wie z.B. innere Organe, auch mit Hinsicht auf Maßstab und Konsistenz, für die Anwendungszwecke der Kunden absolute Voraussetzung. Diese Eigenschaften werden nun mit dem J750 Digital Anatomy Printer in beindruckender Qualität erreicht. Fortschrittliche Materialien, die anatomische Eigenschaften nachbilden können, ermöglichen es Schiner ausserdem, 3D-gedruckte Modelle herzustellen, die so zuvor unmöglich waren.

Das wurde zuletzt beispielhaft, als Schiner 3D Repro die Technologie nutzte, um ein patientenrealistisches Gefäßmodell für einen Kunden aus der Medizinbranche herzustellen, der die Blutzirkulation für eine neue Innovation testen wollte.

„Die Nutzung des GelMatrix-Material für den Digital Anatomy™-Drucker hat es uns ermöglicht, komplexe Gefäßmodelle zu drucken“ sagte Oliver Simon, Projektmanager der Schiner-3DMedical-Sparte. „Kürzlich hatten wir ein Gefäßmodell mit Geometrien bis zu 1,5 mm Durchmesser, was zuvor mit anderen Technologien nicht möglich war. Dies können wir nun im 3D-Druck realisieren und es eröffnet sich für unsere Kunden zusätzlich eine Vielzahl neuer Möglichkeiten in der Designvalidierung oder Geräteoptimierung.”

Seit Einführung der Technologie hat Schiner 3D Repro Druckaufträge für biomechanische 3D-gedruckte Modelle erhalten, von Kathetermodellen bis hin zu komplexen Gehirnmodellen für medizinisch-mikroskopische Trainings und Demonstrationen. Durch die Verwendung der Materialien TissueMatrix für die Nachbildung von Organen, BoneMatrix™ für die Simulation von Knochenstrukturen und GelMatrix für vaskuläre Strukturen spiegeln die biomechanischen Modelle die medizinischen Scans in geometrischer Komplexität und Verhalten exakt wider.

Schiner nutzt für die Aufarbeitung zum 3D-Druck von medizinische Scans und Daten (MRT, CT) eine spezielle Medical-Software für unterschiedliche Projekte. Diese werden dann vor dem tatsächlichen Druckprozess mit Hilfe der GrabCAD Print Software optimiert.

„Bei der Zuordnung von Materialien für den Digital Anatomy™ Printer sorgt die GrabCAD Print Software für einen effizienten Workflow von den Daten bis zum Druck,” fügte Jörn-Henrik Stein hinzu. „Mit der Kombination aus unserer Medical Software und GrabCAD optimieren wir die von unseren Kunden zur Verfügung gestellten DICOM-Daten dahingehend, dass daraus hochwertige 3D-gedruckte medizinische Modelle in anatomischer Präzision und Haptik resultieren.“

Die hohe Nachfrage von Instituten und Medizintechnikfirmen, sowie die Zusammenarbeit im Zuge von Forschungsprojekten mit deutschen und österreichischen Gesundheitseinrichtungen und Universitäten lässt derzeit den Schluss zu, dass Schiner 3D Repro für den medizinischen Zweig der Firma im Laufe des Jahres 2021 ein Wachstum von bis zu 30 % erwartet.

„Durch die ultra-realistischen medizinischen Modelle, die sie entwickeln, demonstrieren Unternehmen wie Schiner 3D Repro, wozu unser Digital Anatomy™ Printer in der Lage ist”, sagte Arnaud Toutain, Healthcare Sales and Development Lead EMEA bei Stratasys. Da wir ständig neue Materialien und Software für den Digital Anatomy Printer entwickeln, können medizinische Einrichtungen den Bedarf an Kadavern und Tieren in einem noch breiteren Anwendungsspektrum weiter reduzieren, die chirurgische Vorbereitung und Ausbildung verbessern und gleichzeitig dazu beizutragen, neue medizinische Geräte und Hilfsmittel schneller auf den Markt zu bringen.

Artikel basiert auf eine Pressemeldung von Stratasys.

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