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Singapur hat den Besitz von 3D-gedruckten Waffen erschwert

Seit Jahren gibt es Konflikte um 3D-gedruckte Waffen. Nun verschärft mit Singapur ein Land die Gesetze bezüglich des 3D-Drucks von Waffen.

Zur Vorgeschichte: Cody Wilson entwickelte 2012 mit seiner Organisation Defense Distributed eine Pistole aus dem 3D-Drucker. Er veröffentlichte die Pläne online und bot die 3D-Modell-Dateien zum Download an. Das sorgte für eine weltweite Debatte und Wilson wurde die Bereitstellung der Daten verboten, weil er damit gegen die Waffenexportgesetze der USA verstieß. Er klagte dagegen.

Wilson und Defense Distributed konnten sich durchsetzen und einigte sich mit der US-Regierung über eine Veröffentlichung der Pläne einigen. Außerdem versprach das Justizministerium eine Lockerung der Exportregeln für Waffen. Wilson bekam zusätzlich Schadenersatz in Höhe von 40.000 Dollar zugesprochen. Ab 1. August 2018 wird man die Pläne für die 3D-gedruckte Pistole, den Liberator, kostenlos und legal herunterladen können.

Seither hat das Thema die Schlagzeilen nicht verlassen. Immer wieder kommt es zu neuen staatlichen Vorstößen sowie auch Verbrechen mit 3D-gedruckten Waffen.

Singapur verbietet Baupläne

Laut Medienberichten wurde diese Woche in Singapur ein neues Waffenregulierungsgesetz verabschiedet, welches unter anderem den Besitz von digitalen Blaupausen für 3D-gedruckte Feuerwaffen ohne eine entsprechende Lizenz verbietet. Dadurch soll verhindert werden, dass man Waffen unlizenziert herstellt.

Das neue Waffengesetz ersetzt ein älteres Gesetz, den Arms and Explosives Act, der ähnliche Bestimmungen zu digitalen Plänen für Waffen enthielt. Die Überarbeitung verfeinert und verschärft das Verbot. So sind die Geldstrafen erhöht worden.

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