Home Anwendungen Universität von Maine enthüllt komplett recycelbares Haus aus dem 3D-Drucker

Universität von Maine enthüllt komplett recycelbares Haus aus dem 3D-Drucker

Am 21. November stellte das Advanced Structures and Composites Center (ASCC) der University of Maine das BioHome3D vor, das erste 3D-gedruckte Haus, das vollständig aus biobasierten Materialien besteht. BioHome3D wurde mit finanzieller Unterstützung durch das Hub and Spoke-Programm des US-Energieministeriums zwischen der UMaine und dem Oak Ridge National Laboratory entwickelt. Zu den Partnern gehörten MaineHousing und das Maine Technology Institute.

Der 600 Quadratmeter große Prototyp verfügt über 3D-gedruckte Böden, Wände und Dächer aus Holzfasern und Bioharzen. Das Haus ist vollständig recycelbar und hoch isoliert mit einer 100%igen Holzisolierung und anpassbaren R-Werten. Durch die Präzision des Druckverfahrens konnte der Bauabfall nahezu eliminiert werden.

„Unser Bundesstaat steht vor dem perfekten Sturm einer Wohnungskrise und eines Arbeitskräftemangels, aber die University of Maine zeigt einmal mehr, dass wir diese ernsten Herausforderungen mit dem Einfallsreichtum der Marke Maine angehen können“, sagte Gouverneurin Janet Mills. „Mit seinem innovativen BioHome3D denkt das Advanced Structures and Composites Center der UMaine kreativ darüber nach, wie wir den Wohnungsmangel bekämpfen, unsere Forstindustrie stärken und den Menschen ein sicheres Zuhause bieten können, damit sie zu unserer Wirtschaft beitragen können. Auch wenn es noch mehr zu tun gibt, ist die heutige Entwicklung ein positiver Schritt nach vorn – ein Schritt, den ich mit Stolz durch meinen Maine Jobs & Recovery Plan und meinen Haushalt unterstützt habe. Ich gratuliere und danke der University of Maine und ihren Partnern und freue mich darauf, diese Probleme weiterhin mit innovativen Lösungen anzugehen.“

In den USA und insbesondere in Maine herrscht ein krisenhafter Mangel an bezahlbarem Wohnraum. Nach Angaben der National Low Income Housing Coalition besteht landesweit ein Bedarf an mehr als 7 Millionen erschwinglichen Wohneinheiten. Allein in Maine beträgt das Defizit nach Angaben der Maine Affordable Housing Coalition 20.000 Wohneinheiten und wächst jedes Jahr. Nahezu 60 % der einkommensschwachen Mieter in Maine geben mehr als die Hälfte ihres Einkommens für die Wohnung aus. Diese unhaltbare Situation wird durch die doppelte Herausforderung des Arbeitskräftemangels und der durch die Lieferkette bedingten Materialpreissteigerungen noch verschärft.

Neben Mills nahmen an der Enthüllungsveranstaltung teil: US-Senatorin Susan Collins, Jeff Marootian, leitender Berater für Energieeffizienz und erneuerbare Energien im US-Energieministerium, Rebecca Isacowitz, stellvertretende Stabschefin des Büros für Energieeffizienz und erneuerbare Energien im DOE, Steve McKnight, stellvertretender Direktor des Büros für fortgeschrittene Fertigung im DOE, und Xin Sun, stellvertretender Laborleiter für Energiewissenschaft und -technologie im Oak Ridge National Laboratory. Sie besichtigten das ASCC, hielten Reden und nahmen an der Einweihungszeremonie teil. Anwesend waren auch Abgeordnete, Wohnungsbaubefürworter und -entwickler sowie Schüler und Studenten aus Maine.

„Mit der heutigen Produktion des weltweit ersten 3D-gedruckten Hauses, das aus recycelten Forstprodukten hergestellt wurde, stellt die Universität von Maine weiterhin ihre weltweite Führungsrolle in Innovation und wissenschaftlicher Forschung unter Beweis“, sagte Senatorin Collins. „Diese bemerkenswerte Leistung wurde durch die Hartnäckigkeit und das Fachwissen von Dr. Habib Dagher, seinem Team und den Studenten des UMaine Advanced Structures and Composites Center möglich gemacht. Ich gratuliere ihnen dazu, dass sie Pionierarbeit für diese neue Marktchance für die Forstindustrie in Maine geleistet haben, die dazu beitragen könnte, die Wohnungsnot in unserem Land zu lindern. Ihre bahnbrechende Arbeit wird den Grundstein für die Zukunft des erschwinglichen Wohnraums legen und zur Schaffung neuer Arbeitsplätze in unserem Bundesstaat beitragen.“

Die Technologie wurde entwickelt, um dem Arbeitskräftemangel und den Problemen in der Lieferkette zu begegnen, die zu hohen Kosten führen und das Angebot an erschwinglichem Wohnraum einschränken. Durch die automatisierte Fertigung und die Produktion außerhalb des Standorts wird weniger Zeit für den Bau und die Einrichtung des Hauses benötigt. Der Druck unter Verwendung von reichlich vorhandenen, erneuerbaren, lokal bezogenen Holzfasern verringert die Abhängigkeit von einer eingeschränkten Lieferkette. Diese Materialien unterstützen die Wiederbelebung der lokalen Forstindustrie und sind widerstandsfähiger gegenüber Unterbrechungen der globalen Lieferkette und Arbeitskräftemangel.

Mit den an der UMaine entwickelten fortschrittlichen Herstellungsverfahren und Materialien können künftige einkommensschwache Häuser an die räumlichen, energetischen und ästhetischen Bedürfnisse der Hausbesitzer angepasst werden. Wichtig ist, dass die Hauskäufer mit der Ausweitung der Fertigungstechnologie und der Materialproduktion mit schnelleren Lieferfristen rechnen können.

„Wir finden hier an der ASCC Lösungen für die drängenden Probleme, denen sich unsere Welt und Maine gegenübersehen, und zwar durch die Forschung an einer transformativen Offshore-Windtechnologie, an Lösungen der nächsten Generation für die Verkehrsinfrastruktur, an fortschrittlichen Forstprodukten und 3D-Druck in großem Maßstab und natürlich an erschwinglichem Wohnraum“, sagte UMaine-Präsidentin Joan Ferrini-Mundy. „Die Arbeit, die in diesem Labor geleistet wird, ist beispielhaft für die Arbeit einer Land-Grant-Institution – einer Institution, die gegründet wurde, um die Probleme des Landes zu lösen und dessen wirtschaftlichen Fortschritt zu fördern.

Mehr über die University of Maine finden Sie hier.

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