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3D-Druck-Dienstleister cirp produziert mit Fazua Gesichtsvisiere

Im Rahmen der Corona-Pandemie setzen immer mehr Unternehmen die eigenen Kapazitäten für den Kampf gegangen COVID-19 ein. Wir sammeln solche Aktivitäten auf einer eigenen Sonderseite. Nun gab der 3D-Druck-Dienstleister cirp in einer Pressemitteilung bekannt, dass er mit Fazua, einen Hersteller von Fahrrad-Elektroantrieben, gemeinsam Gesichtsvisiere produziert.

Das Visier entstand in enger Zusammenarbeit mit Kliniken in München, Rosenheim und Oldenburg. Es zeichnet sich laut Hersteller durch einen stabilen Bügel, eine große Seitenabdeckung und hohen Tragekomfort aus. Schon in der Vergangenheit haben die beiden Unternehmen cirp und Fazua zusammengearbeitet. Die Herstellung von Klinikbedarf war bislang nicht Bestandteil der Zusammenarbeit. In den letzten Tagen erreichten beide Firmen jedoch Anfragen von Kliniken, die händeringend nach Ausrüstung für Ihre Mitarbeiter suchten, ganz besonders gefragt waren Gesichtsvisiere.

Diesen Bedarf nahmen beiden Firmen als Anlass, gemeinsam ein Visier zu planen und zu fertigen. Vom Entwurf bis zu den ersten 800 Stirnbügeln vergingen weniger als vier Tage und konnte bald an ausgeliefert werden.

Das Visier ist mehrfach einsetzbar, da es mit Flächendesinfektionsmitteln leicht desinfiziert werden kann. Die stabile Sichtscheibe mit Abmessungen von ca. 340 mm x 255 mm deckt das Gesicht des Trägers großzügig ab, ohne seine Bewegungsfreiheit zu sehr einzuschränken. Der Visierabstand zum Stirnbügel beträgt ca. 4 cm, deshalb kann das Visier mit Atemmasken, Schutzbrillen und/oder Korrekturbrillen getragen werden. Es ist erweiterbar durch eine optional erhältliche Spritzabdeckung im Stirnbereich und/oder eine aufsteckbare Kinnabdeckung. Das niedrige Gesamtgewicht ab ca. 97 g garantiert hohen Tragekomfort. Bisher liegt die Anwendung ausschließlich in der Verantwortung des Nutzers bzw. des Arbeitgebers. Die Partner streben eine Zulassung als Gesichtsschutzvisier im klinischen Bereich an.

Den kleineren Kinnhalter fertigt cirp im pulverbettbasierten 3D-Druckverfahren Lasersintern. Für solche und ähnliche Produkte unterstützte die EOS GmbH aus Krailling, Bayern, die Aktivitäten bei cirp mit ihrem Spezialpulver PA2200 für den 3D-Druck. Die Materiallieferung zu Sonderkonditionen ist speziell an COVID-19 relevante Produkten gebunden, um den aktuellen Engpass im Medizinbereich entgegenzuwirken.

Ab sofort können täglich mehrere tausend Visiere gefertigt werden. Erhältlich sind sie in 100er Verpackungseinheiten bei cirp und Fazua. Beide Unternehmen möchten in der aktuellen Lage mit ihrem Engagement einen Beitrag für das Gesundheitswesen leisten und beschäftigen sich parallel mit weiteren Wünschen aus diesem aktuell so besonders wichtigen Bereich.

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