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COVID-19-Pandemie: 3D-Adapter für Schnorchelmasken

Das Unternehmen Materia Srl aus Italien setzt das Sintratec S2 3D-Druck-System im Kampf gegen das Coronavirus ein. Mit 3D-gedruckten Adaptern können Tauchmasken zu Beatmungsvorrichtungen umfunktioniert werden, um damit regionale Spitäler entscheidend zu entlasten. Der Hersteller Sintratec unterstützt diese Bemühungen im Rahmen der Möglichkeiten und stellt dem Unternehmen das nötige Druckmaterial kostenlos zur Verfügung.

In einer Pressemeldung stellt der 3D-Drucker-hersteller das in der Nähe von Genua ansässige Unternehmen Materia Srl vor, welches Sintratec S2 für die Produktion angeschafft hat. Das SLS-Kompaktsystem sollte in erster Linie für Engineering- und Prototyping-Zwecke eingesetzt werden und beispielsweise im Schiffbau Anwendung finden. Durch den Ausbruch der Coronavirus-Epidemie änderte sich jedoch die Lage. Akute Versorgungsengpässe, insbesondere im Gesundheitswesen, haben das Team rund um den Betriebsleiter Riccardo Suriano dazu bewegt, einen Beitrag zur Bekämpfung der Krise zu leisten und ihre Arbeit auf neue 3D-Lösungen im Medizinbereich zu fokussieren.

3D-Adapter für Schnorchelmasken

Die Menge an Beatmungsgeräten auf den Intensivstationen der Krankenhäuser konnte den Bedarf der schwer Erkrankten bald nicht mehr decken. Dem Aufruf des nationalen Gesundheitssystems nach alternativen Mitteln folgend, entwickelte der ortsansässige Marktführer für Taucherausrüstung Mares in Zusammenarbeit mit Materia Srl einen Adapter für Schnorchelmasken. Das Modell „Sea Vu Dry+“, normalerweise Teil einer Unterwasserausrüstung, kann durch eine 3D-gedruckte Komponente zu einer funktionalen Gesichtsmaske umgewandelt werden, die sich zur künstlichen Beatmung in Fällen von Atemversagen eignet.

Inspiriert wurde die Methode anscheinend von dem italienischen Start-up Isinnova, die eine ähnliche Schnorchelmasken-Adapter entwickelt hat.

SLS Druck für Adapter

Geschwindigkeit ist in der aktuellen Notsituationen entscheidend. Entsprechend hat Materia Srl reagiert und eine erste Ladung der Adapter innerhalb kürzester Zeit auf dem Sintratec S2 System gedruckt und an Mares zur Weiterverwendung gesendet. „Um das Projekt zeitnah zu testen und umzusetzen brauchten wir rasch Teile – die Stücke aus gesintertem PA12 erfüllten unsere Erwartungen“, so Sergio Angelini, technischer Leiter bei Mares. Der anschliessende Modifikationsprozess der Masken hin zum Beatmungsgerät ist schnell und unkompliziert.

„Wir sind sehr stolz, mit diesem Projekt einen kleinen Beitrag in dieser schwierigen Zeit geleistet zu haben“, betont Materia Srl Betriebsleiter Riccardo Suriano. Auch Sintratec, der Schweizer Hersteller des 3D-Druck-Systems, konnte über seinen italienischen Vetriebspartner CMF Marelli seinen Teil dazu beitragen. Um das Unternehmen bei der Produktion zu unterstützen, stellte Sintratec druckfertiges Sintratec PA12-Pulver, aus welchem die Maskenadapter gefertigt werden, kostenlos zur Verfügung. „In einem der am meisten betroffenen Gebiete der Welt braucht es gerade jetzt solche kreativen Maßnahmen. Wir hoffen, dass Materia Srl zahlreiche Teile herstellen und dadurch Menschenleben retten kann“, resümiert Sintratec CEO Dominik Solenicki.

Der Artikel basiert auf eine Pressemeldung von Sintratec. Mehr zum Coronavirus und 3D-Druck finden Sie auf unserer Spezialseite.

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