Home Praxis & Maker DYI: Inder entwickelt großvolumigen 3D-Drucker um knapp 230 Euro

DYI: Inder entwickelt großvolumigen 3D-Drucker um knapp 230 Euro

Der 24-jährige Melvin George aus Kannur im nördlichen Kerala, dem südlichsten indischen Bundesstaat, hat einen innovativen und kostengünstigen Weg gefunden, einen 3D-Drucker zu entwickeln.

Der Gitarrenliebhaber, der einen Aufbaustudiengang in Wirtschaft absolviert, wollte Teile des Musikinstruments ausdrucken, fand aber, dass ein 3D-Drucker mit dem benötigten Druckvolumen zu teuer für ihn war. Dies verleitete ihn dazu einen eigenen Drucker zu bauen.

„Obwohl ich eine Gitarre aus Holz gebaut hatte, wollte ich unbedingt Originalteile des Musikinstruments verwenden. Ursprünglich wollte ich einen 3D-Drucker nehmen, entschied mich dann aber aufgrund der hohen Kosten, selbst einen zu bauen, was sich als durchschlagender Erfolg erwies“, erzählte Melvin George er dem Online-Magazin Khaleej Times.

Laut eigenen Angaben konnte er durch verfügbaren Online-Ressourcen sich das Knowhow für die Entwicklung aneignen. Die Maschine ist zwar noch in der Entwicklung, aber die Herstellungskosten betrugen derzeit erst knapp 230 Euro. Das besondere an der Eigenentwicklung ist auch der große Bauraum. So hat die Maschine eine Druckgröße von 1200 x 830 x 830 mm. Bislang hat George neben Teilen einer Gitarre und deren Verstärker auch Figuren ausgedruckt.

Er verwendet zum Druck als Material Polymilchsäure (PLA), die er selbst herstellt. Mit den selbsterlernten Knowhow und mit seiner eigenen Entwicklung will er nun seine Heimat Kerala verlassen und in die arabischen Golfstaat ziehen. Die Nachfrage nach 3D-Druck in der Region ist derzeit sehr hoch und Profis wie Melvin George gefragt.

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David ist Redakteur bei 3Druck.com.