Home Praxis & Maker Tinkerine-Experiment: Zuckerwasser als Druckbettkleber

Tinkerine-Experiment: Zuckerwasser als Druckbettkleber

Im Rahmen eines neuen Versuchs will das experimentierfreudige 3D-Druck-Unternehmen Tinkerine nun einen Druckbettkleber aus Zuckerwasser herstellen. Erste Tests zeigten bereits positive Ergebnisse.

Die Wahl des richtigen Druckbettklebers stellt so manchen 3D-Druck-Enthusiasten vor eine Herausforderung. Während des Drucks soll das Objekt auf der Oberfläche kleben bleiben, jedoch nach diesem Vorgang auch leicht wieder entfernt werden können. Häufig kommen hier Klebestifte oder auch Klebeband zum Einsatz. Diese Herausforderung möchte das kanadische Unternehmen Tinkerine nun mit einer simplen sowie zugänglichen Ressource lösen: mit Zuckerwasser.

Schon seit längerer Zeit ist das in British Columbia, Kanada, ansässige 3D-Drucker-Unternehmen Tinkerine für seine Experimente mit diversen 3D-Technologien sowie -Verfahren bekannt. Auch machte das Unternehmen mit seiner Ditto 3D-Druckerserie sowie seinen Bemühungen in Bezug auf das 3D-Bildungswesen auf sich Aufmerksam. In einem neuen Experiment, welches in Videoform auf YouTube betrachtet werden kann, zeigt Tinkerine nun den Versuch einen Druckbettkleber aus Zuckerwasser herstellen zu wollen.

Die Formulierung hinter der Schaffung des Zuckerwassers ist ebenso simpel wie sie auch klingt. In dem Video werden tatsächlich nur die Zutaten Zucker und Wasser miteinander vermischt und in weiterer Folge auf dem Druckbett ausgebreitet. Nachdem die Zuckerwassermischung auf dem Druckbett verteilt war, beschleunigte der Video-Host den Trockenvorgang mit einem Haartrockner und wagte gleich darauf den ersten 3D-Druck-Versuch.

Und tatsächlich, der erste Druck klebte an dem Druckbett und lies sich ebenso leicht wieder entfernen, nachdem der Druck abgeschlossen war. Bei zwei weiteren Versuchen zeigte eine Ecke des Bettes allerdings ein wenig Auftrieb, was jedoch auf eine nicht-gleichmäßige Verteilung des Zuckerwassers zurückzuführen war. Abgesehen von dieser Tatsache war an den weiteren Drucken nichts auszusetzen.

Zwar mussten die Objekte nach dem Druck gereinigt werden, jedoch nahm dies nicht mehr Zeit als bei vergleichbaren Methoden in Anspruch. Mit der Verwendung von Zuckerwasser entdeckte Tinkerine nun also nicht nur eine simple und clevere, sondern ebenso eine kostengünstige Alternative zu ähnlichen Druckbettklebern.

Die Inspiration zu diesem Versuch stammte übrigens nicht vom Unternehmen selbst, sondern von YouTube-Nutzer Aleksander Alekseev. Immer wieder nimmt sich das Unternehmen die Fan-Kommentare auf der Plattform zu Herzen, um eben diese in lehrreiche sowie unterhaltsame Videos zu verwandeln.

3D Printing Using Sugar Water as a Bed Adhesive

Das Zuckerwasser-Experiment kann sowohl auf Tinkerine’s YouTube-Kanal oder ach über die Webseite des Unternehmens aufgerufen werden.

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