Home Praxis & Maker Unternehmen hinter dem US-Magazin Make: stellt Betrieb ein

Unternehmen hinter dem US-Magazin Make: stellt Betrieb ein

Maker Media Inc., das Unternehmen hinter dem Magazin “Make:” und der “Maker Faire” ist in finanzielle Schieflage geraten. Laut einem Bericht des Portals Techcrunch sind 22 Mitarbeiter entlassen und der Betrieb eingestellt worden.

Das Magazin “Make:” wurde 2005 von Dale Dougherty gegründet. Das zweimonatlich erschienene Magazin beschäftigte sich mit verschiendenen Themen der Maker-Welt. So fand man Anleitungen, Hintergrundberichte sowie Testberichte in Make:. 3D-Druck spielte neben Arduino, Raspberry Pi und ähnlichen Themen eine große Rolle.

Maker Media organisierte auch seit 2006 die Veranstaltungsreihe “Maker Faire”. Diese mehrtägigen Veranstaltungen sind ein wichtiger Treffpunkt für die Maker-Szene. Später kamen auch noch lizensierte Veranstaltungen von Partnern hinzu. Insgesamt gibt es jährlich 200 Events dieser Art in 40 Ländern.

Das Unternehmen hatte in letzter Zeit jedoch Probleme genügend Sponsoren aufzustellen. Schon 2016 gab es eine Entlassungswelle. Während noch vor einigen Jahren Venture Capital in der Höhe von 10 Millionen Dollar aufgestellt werden konnte, finden sich derzeit keine Investoren.

Dale Dougherty gibt aber noch nicht auf. Derzeit wird versucht, dass zumindest die Webseite von Make: online bleibt. Derzeit laufen aus diesem Grund Verhandlungen mit den Gläubigern und Banken. Ebenso sollen Events unter dem Namen “Maker Faire” weiterhin von Partnern lizensiert werden können. Dougherty denkt auch darüber nach, dass Print-Magazin wieder auf den Markt zu bringen. Denn nicht nur die Messen waren gut besucht, sondern auch Make: hat mit 125.000 zahlenden Abonnenten eine treue Leserschaft. In welcher Form das geschehen soll ist jedoch noch nicht klar.

Deutsche Ableger von Make: und “Maker Faire”

Seit 2012 erscheint auch eine deutsche Version des Make: Magazins. Dies wird jedoch nicht von der Maker Media Inc. sondern der Maker Media GmbH herausgegeben. Diese GmbH ist eine Tochter des Heise Zeitschriften Verlags. In dem Portfolio des Verlags findet man auch Magazine wie c’t oder heise online.

Die deutsche Version von Make: erscheint ebenfalls zweimonatlich und hat eine verkaufte Auflage von 36.000 Stück. Die Inhalte werden von einer eigenen Redaktion erarbeitet. Die Maker Faire in Deutschland, Österreich und der Schweiz wird ebenfalls von der Maker Media GmbH organisiert. Hierfür hat das Unternehmen die Lizenzrechte der US-amerikanischen Maker Media Inc. erworben.

Die Maker Media GmbH und Maker Media Inc. sind wirtschaftlich völlig unabhängig voneinander. Aus diesem Grund ist die deutsche Ausgabe von Make: und die “Maker Faire” in DACH von diesen Entwicklungen nicht betroffen.

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