3D-Drucker-Hersteller Desktop Metal expandiert international mit BMW Group als ersten Partner

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Desktop Metal hat die ersten Bestellungen für seine Studio System 3D-Drucker von internationalen Unternehmen aus Europa, Asien, Kanada und Mexiko angenommen. Einer der ersten Partner, der den Metall-3D-Drucker installieren und dem Entwickler wertvolles Feedback zu dem System liefern wird, ist die BMW Group.

Vor wenigen Monaten erst hat das Startup aus den USA seine Serie D Finanzierungsrunde über $ 115 Millionen abgeschlossen, welche die Gesamtinvestition in das Unternehmen auf $ 212 Millionen angehoben hat.

Das Desktop Metal Studio System ist mit einem Preis von € 120.000 (komplett oder 49.900 nur 3D-Drucker) eine erschwingliche Lösung zum 3D-Druck von Prototypen aus Metall. Bestehend aus einem 3D-Drucker und einem mikrowellenunterstützten Sinterofen, stellt das System eine Komplettlösung für Rapid Prototyping direkt im Büro oder der Produktionsstätte dar. Die Technologie die dahinter steckt nennt sich Bound Metal Deposition (BMD) und kann am ehesten mit dem FDM-Verfahren für Kunststoff verglichen werden.

Für seine Pläne zur internationalen Expansion ist Desktop Metal strategische Partnerschaften mit autorisierten Distributoren eingegangen. Das Studio System steht derzeit bereits in Deutschland, Frankreich, Italien, Großbritannien, Kanada und Mexiko zur Vorbestellung bereit und wird ab Mitte 2018 verfügbar sein. Danach soll die Verfügbarkeit flächendeckender auf Europa sowie dem asiatischen Raum ausgeweitet werden. Die ersten Auslieferungen für vorbestellte Systeme in den USA werden in den kommenden Wochen beginnen.

„Unsere Vision ist es, die 3D-Druck-Lösungen von Desktop Metal für Ingenieure und Fertigungsunternehmen weltweit zugänglich zu machen,“ sagt Ric Fulp, CEO und Mitgründer. „Wir planen unsere Metall-3D-Drucktechnologie international anzubieten und werden die Produktion an die internationale Nachfrage anpassen – vorerst unser Studio System und zu einem späteren Zeitpunkt unser Production System.“

Erster Partner einer ausgewählten Gruppe an strategischen Kunden ist die BMW Group. Der Automobilhersteller und andere Partner werden eine wichtige Quelle für kritisches Feedback zum Studio System sein.

Für die Serienfertigung 3D-gedruckter Metallkomponenten hat das Unternehmen das Desktop Metal Production System entwickelt. Das Fertigungssystem arbeitet mit der proprietären Single Pass Jetting (SPJ) Technologie, die Metallteile mit der 100-fachen Geschwindigkeit im Vergleich zu derzeitigen laserbasierten 3D-Druckern, beispielsweise mit DMLS-Technologie, fertigen kann. Dies senkt die Kosten pro gefertigtem Stück erheblich und macht die Technologie wettbewerbsfähig hinsichtlich traditioneller Methoden zur Serienfertigung.