Home 3D-Drucker 3M entwickelt SLA-3D-Druckverfahren für Fluorkunststoffe

3M entwickelt SLA-3D-Druckverfahren für Fluorkunststoffe

Auf der K Messe vergangenen Oktober hat der Multi-Technologiekonzern 3M, der vor allem durch seine Marken Post-it und Scotch bekannt ist, eine Technologie für den 3D-Druck von vollfluorierten Polymeren vorgestellt. 

Bei dem zum Patent angemeldeten Verfahren kommt Stereolithografie zum Einsatz. Die Technologie ist speziell für die additive Fertigung von Polytetrafluorethylen (PTFE) und anderen vollfluorierten Polymeren entwickelt worden. Die damit gedruckten Teile sollen ähnliche physikalisch Eigenschaften wie traditionell hergestellte aufweisen. PTFE zeichnet sich durch seine hohe Temperatur- und Chemikalienresistenz aus und wird beispielsweise für Auskleidungen und Dichtungen verwendet. Vielen ist es unter seinem Handelsnamen Teflon ein Begriff.

Bild: 3M

Das von 3M und seinem Tochterunternehmen Dyneon entwickelte Verfahren bahnt den Weg für die Herstellung von komplexen Teilen aus vollfluorierten Polymeren in einem einzigen Prozessschritt und machen das Pressen und Nachbearbeiten von Einzelteilen zu einem Formteil hinfällig. Die für das SLA-Verfahren maßgeschneiderte Rezepturen enthalten zusätzlich zu den vollfluorierten Polymeren ein Bindemittel und optional weitere Additive. Die drei benötigten Verarbeitungsschritte sind die Bildung eines Aquagels, dessen Trocknung sowie das anschließende Entfernen des Bindemittels während einer thermischen Behandlung. Dieses Verfahren ist auch für PTFE Compounds anwendbar.

Paula Johnson-Mason, Global Director Fluoropolymers bei 3M erklärt:

„Dieser zusätzliche neue Fertigungsprozess für vollfluorierte Polymere ist für viele Industriezweige wie der Automobil-, Chemie-, Energie-, Luft- und Raumfahrtindustrie sowie der Medizintechnik ein Gewinn, indem er Entwicklungszyklen beschleunigt und zusätzliche Konstruktionsfreiheit ermöglicht.“

Sie führt fort: „Der 3D-Druck entwickelt sich ununterbrochen weiter. Für die Industriemärkte wird er mehr Flexibilität und Produktivität bieten. Auf diese Weise können Ersatzteile und kundenspezifische Konstruktionen digital und On-Demand hergestellt werden, ohne dass Werkzeuge neu angefertigt oder angepasst werden müssen.“

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