5 wichtige Tipps und Tricks für 3D-Druck Einsteiger

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In diesem Artikel geben wir einige Tipps und Tricks, die 3D-Druck Einsteigern das Leben erleichtern können. Konkret geht es um den richtigen 3D-Drucker, das richtige Material, Software, Modelle und Einstellungen.

Der richtige 3D-Drucker

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Einer der beliebtesten Einsteiger 3D-Drucker, der Prusa I3

Bevor man einen 3D-Drucker kauft sollte man die eigenen Anforderungen kennen. Wer kleinste Modelle mit vielen Details drucken möchte ist mit einem DLP, LCD, SLA, … 3D-Drucker am besten beraten. Wer hingegen Prototypen, mechanische Bauteile, größere Modelle oder ähnliches drucken möchte, greift am besten zum einem FDM 3D-Drucker. Es gibt auch 3D-Drucker für Metalle, die sind jedoch sehr teuer und nicht für Einsteiger geeignet. Am besten geeignet sind FDM 3D-Drucker. Die Technik dafür hat sich schon etabliert, es gibt viele Materialien. Ein weiterer wichtiger Aspekt ist der Verbreitungsgrad des 3D-Druckers, je öfter ein 3D-Drucker verkauft wurde, desto mehr Informationen findet man im Internet. Daher sollte man als Einsteiger nicht zu No-Name Produkten greifen, besser sind bekanntere Marken wie Prusa, Ultimaker, Anet, Creality und viele weitere.

Das richtige Druckmaterial

Für FDM 3D-Drucker gibt es eine große Auswahl an Materialien. Gerade für Einsteiger ist es daher nicht immer einfach, sich für das richtige Material zu entscheiden. Eine gute Auswahl bietet PLA, das Material kann ohne beheiztem Druckbett gedruckt werden (oder alternativ bei 50-60 Grad). Die Temperatur zum Schmelzen von PLA ist vergleichsweise niedrig. Andere Materialien erfordern teilweise hohe Temperaturen, was zu Problemen führen kann. Im Vergleich zu ABS ist PLA viel einfacher zu drucken und verursacht keine Geruchsbelastung während dem Druckvorgang. Wer unbedingt temperaturbeständigere und härtere Materialien wie PLA verwenden möchte / muss kann auf PET-G zurückgreifen. PET-G lässt sich gut verarbeiten und weißt eine sehr hohe Stabilität auf. Von flexiblen Materialien sollten Einsteiger die Finger lassen. Bei falschen Einstellungen kann es da nämlich sehr schnell zu Problem kommen. Ebenso Materialien mit besonderen Inhaltsstoffen (Metalle, Carbon, Holzfasern, Steinpulver, …), diese können sogar Schäden am 3D-Drucker verursachen. Konkret verschleißen die Standard-Druckspitzen dann sehr schnell. Bei Carbon etwa muss die Druckspitze nach 200-500 Gramm Materialverbrauch getauscht werden (gilt nur für Standard-Druckspitzen).

Software macht den Unterschied

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Simplify 3D ist einer der bekanntesten Slicer, ist aber kostenpflichtig

Einen entscheidenden Beitrag zu guter Druckqualität liefert der jeweilige Slicer. Ein Slicer ist eine Software, die ein 3D-Modell druckbar macht. Dafür wird das Modell Schicht für Schicht in Bewegungsbefehle umgewandelt. Üblicherweise werden für die 3D-Modelle STL Dateien verwendet und für die Bewegungsbefehle G-Code. Es gibt unzählige Parameter die bei dieser Umwandelung beachtet werden müssen. Jede Software verwendet zudem leicht verschiedene Algorithmen. Daraus entstehen auch Unterschiede in der Druckqualität. Daher ist die Auswahl der richtigen Software sehr wichtig. Wenn es eine eigene Software für den jeweiligen 3D-Drucker gibt, sollte man diese verwenden. Zudem kann man im Internet getestet, vorgefertigte Profile für die meisten 3D-Drucker (und Druckmaterialien) finden. Als Einsteiger sollte man nicht versuchen die richtigen Parameter selbst zu finden.

Modelle

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3DBenchy von Thingiverse

Wenn man dann endlich einen 3D-Drucker besitzt und alle Vorbereitungen getroffen hat gibt es die nächste Frage: Wo bekommt man ausdruckbare Modelle her. Im Idealfall hat man zu diesem Zeitpunkt schon eine CAD-Software oder eine 3D-Modellierungssoftware erlernt. Für Einsteiger in dem Bereich empfiehlt es sich einen Blick auf Fusion 360 (CAD) oder Blender (3D-Modellierung) zu werfen. Auf Youtube kann man dazu auch zahlreiche Videoanleitungen finden. Alternativ gibt es auch zahlreiche Plattformen für fertige Modelle. Wir haben in einem Artikel die 5 besten Quellen für 3D-Druck Modelle zusammengefasst.

Verbesserungen des 3D-Druckers

Günstige 3D-Drucker besitzen häufig den ein oder anderen Mangel. Doch die 3D-Druck Community veröffentlicht häufig Verbesserungen für die günstigen Geräte. So kann man Ersatzteile und Verbesserungen für den eigenen 3D-Drucker einfach selbst ausdrucken. Auch die Firmware des 3D-Druckers wird in manchen Fällen optimiert (etwa mit Linear Advance). Bei teuren Geräten sollte man keine Teile einfach Umbauen, da sonst ein Verlust der Garantie droht. Firmwareupdates gibt es aber auch manchmal für die teureren 3D-Drucker. Diese Updates kann man dann nach Herstelleranleitung installieren.

Fazit / Zusammenfassung

Einsteiger sollten gut überlegen wofür sie einen 3D-Drucker brauchen und sich dann für das richtige Modell entscheiden. Nicht immer ist es klug den günstigsten 3D-Drucker zu kaufen! Beim Druckmaterial sollte man erste Experimente mit PLA vornehmen, später kann PET-G oder andere Materialien getestet werden. Wenn der Hersteller Software für den 3D-Druck anbietet, sollte man diese nutzen. Alternativ sollte man vorgefertigte Profile einsetzen, die es für viele 3D-Drucker gibt. Modelle kann man entweder selbst erstellen (zB: Fusion 360, Blender) oder aber fertig downloaden. Langfristig sollte man auf jeden Fall lernen, wie man Modelle selbst erstellt. Bei sehr günstigen 3D-Druckern lohnen sich Verbesserungen von Hardware und Firmware. Bei teuren 3D-Druckern droht jedoch ein Garantieverlust!

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