Home 3D-Drucker 3D-Druck mit Lebensmittel: chocolate³ präsentiert den choc mate 2

3D-Druck mit Lebensmittel: chocolate³ präsentiert den choc mate 2

2018 haben wir über eine Crowdfunding-Kampagne des Start-up chocolate³ berichtet, nun startet das Unternehmen erneut eine Kampagne. Diesmal geht es um einen neuen Schokolade-3D-Drucker.

„Die vergangenen drei Jahre haben uns gezeigt wie groß die Nachfrage nach hochwertiger, personalisierter Schokolade ist. Das hat uns immer weiter angespornt“, erklärt Benedikt Daschner, Gründer von chocolate³.

Bereits die erste Version des Schokoladendruckers erhielt im März 2019, auf der IHM den Bundespreis für besondere innovatorische Leistungen für das Handwerk. Nach rund einem Jahr Weiterentwicklung ist ein Gerät „made in Germany“ entstanden, welches jede echte Schokoladeverarbeitet und auf den Namen „choc mate 2“ hört. Besonders sind unter anderem die einfache Bedienung, die Möglichkeit jede Kuvertüre (kein Fettglasur) verarbeiten zu können und der Fokus auf effiziente und zuverlässige Handhabung.

Die größte Herausforderung bei der Entwicklung war laut dem Unternehmen die Nutzerfreundlichkeit. Die wenigsten Konditoren möchten sich intensiv mit der Technik, CAD oder Slicing auseinandersetzen. Aus diesem Grund haben sich die Macher auf Food-Printing ohne jegliche Vorkenntnisse konzentriert.

So hat der Drucker ein intuitiv zu bedienende Oberfläche. Auf einem integrierten Touchscreen werden User durch nötigen Schritte geleitet. Um eigene Designs zu drucken, wurde eine spezielle Software entwickelt, die aus 2D-Zeichnungen und Texten mit wenigen Klicks und vollautomatisch fertige Druckdateien erzeugt.

Neben Schriftzügen und Logos erstellt der „choc mate“ auch Tortendekorationen in groß und klein. Je nach Größe braucht ein Druck zwischen 2 Minuten und 5 Stunden. Dabei passen bis zu 90 Törtchenaufleger auf ein Druckbett. Der Drucker braucht dafür etwa 3 Stunden und lässt dem Bediener jede Menge Zeit für andere Aufgaben. Der Schokoladendruck entsteht dabei in Schichten mit 0,1 bis 0,5mm Höhe. Stimmt die Temperatur, entsteht so ein Ergebnis, dem man nicht mehr ansieht, dass es gedruckt worden ist.

Neu ist auch die Möglichkeit Schokoladentafeln und Pralinen ganz ohne Farb- oder Zusatzstoffe zu personalisieren. Der „choc mate 2“ kann filigrane Elemente wie z.B. Logos und die Handschrift des Kunden in einer Präzision auf Schokoladentafeln drucken, wie es von Hand nicht möglich ist. Um selbst kleinste Details darstellen zu können, wird mit Düsen von rund 0,5mm Durchmesser gearbeitet. In diesen Dimensionen wird selbst die normale Krümmung von Schokoladentafeln zum Problem. Deshalb vermisst der choc mate 2 die Schokoladentafel automatisch mit einem optischen Sensor und kompensiert die Krümmung während des Drucks.

Geschmack der 3D-gedruckten Schokolade

Die Schokolade wird ohne Zusatzstoffe verarbeitet und behält so ihren natürlichen Geschmack. Dabei sollen auch die filigranen Wände von rund 1 mm Stärke zusätzlich für ein völlig neuartiges Mundgefühl sorgen.

Der choc mate 2 verarbeitet keine speziell für den 3D-Druck angepasst Schokolade oder geschmacklich und qualitativ minderwertigere Fettglasur, sondern ist in der Lage jede Schokolade bzw. Kuvertüre zu verarbeiten. Möglich macht das eine hochpräzise Temperatursteuerung, welche die Kuvertüre im Druckkopf temperiert hält. Verwendet man die „Schokoladensticks“ des Start-ups entfällt sogar das manuelle Temperieren. Der Drucker verrichtet seine Arbeit dann selbstständig direkt vor dem Gast.

Crowdfunding-Kampagne bei Kickstarter

Von 30. April bis 29. Mai läuft die zweite Crowdfunding Kampagne. Diesmal geht es darum, eine erste (Klein-)Serie des choc mate 2 herzustellen und die damit verbundenen Kosten zu decken. Die ersten 3D-Drucker sind in der Kampagne mit knapp 50% Rabatt zu bekommen und ermöglichen so einen preiswerten Einstieg ins Foodprinting. Die Kampagne wird hier abrufbar sein.

choc mate 2 - advanced chocolate 3d-printing by chocolate³ (Crowdfunding)
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David ist Redakteur bei 3Druck.com.