EOS stellt P 810 Plattform für industriellen 3D-Druck von Polymer vor

487

Der Hersteller EOS präsentiert derzeit auf der RAPID + TCT Messe sein aktuelles Portfolio, darunter auch die neue EOS P 810 Plattform für den industriellen 3D-Druck im Polymerbereich. Das neue System ist speziell auf die Verarbeitung des Hochleistungswerkstoffes HT-23 von ALM ausgerichtet.

Der EOS P 810 baut auf dem EOS P 800 System auf und verfügt über einen Bauraum von 700 x 380 x 380 mm sowie zwei 70W Lasern, welche die Fertigung von großen Bauteilen mit hoher hervorragender Maßhaltigkeit bei einer erhöhten Produktivität herzustellen.

HT-23 Hochleistungspolymer

Der Hochleistungswerkstoff HT-23 wurde in enger Zusammenarbeit mit Boeing entwickelt und ist auf industriespezifische Anforderungen für anspruchsvolle Bauteile zugeschnitten. Neben der Luft- und Raumfahrt eignet sich das Material jedoch darüber hinaus auch für andere Industrien.

„Mit Blick auf UV-Beständigkeit, inhärente Flammhemmung und Normen wie die FAR 25.853 – die Standards festlegt für den Einsatz von Werkstoffen im Innenraum von Flugzeugen – muss die Luftfahrtindustrie höchsten Anforderungen gerecht werden,“ erklärt Scott Killian, Aerospace Business Development Manager bei EOS Nordamerika. „Die additive Fertigung ermöglicht die Konstruktion und Herstellung komplexer Geometrien ohne teure Werkzeuge. OEMs in der Luft- und Raumfahrt können mit der Lösung Verbundbauteile ersetzen, die bisher mittels Laminierung von Kohlefasergewebe manuell produziert wurden. Auch Aluminiumkomponenten lassen sich durch HT-23 ersetzen, ohne dass dies zu Lasten der Bauteileigenschaften geht, die für eine Anwendung nötig sind. Mit der EOS P 810 können unsere Kunden Leichtbauteile herstellen, den Zeitaufwand für Produktion und Montage verkürzen und die Stückkosten insgesamt senken.“

HT-23 ist ein mit Kohlefaser gefülltes PEKK-Material, das mit den Systemen von EOS verarbeitet werden kann. Damit gefertigte Komponenten zeichnen sich durch hohe Festigkeit bei gleichzeitig geringem Gewicht und einer hohen Temperaturbeständigkeit aus.

„Auf Basis unseres Polymersystems EOS P 810 für den industriellen 3D-Druck und des ALM-Werkstoffes HT-23 konnten wir Boeing dabei unterstützen, die hohen Anforderungen an Gewichtsreduktion, Kosteneffizienz und kürzere Montagezeiten von Komponenten zu erfüllen“, erklärt Killian. „Ausführliche Tests mit additiv gefertigten Bauteilen zeigen, dass die Technologieplattform Boeings Erfordernisse erfüllt und ihnen gleichzeitig die Erreichung homogener Materialeigenschaften über den gesamten Bauraum ermöglicht. Dies ist ein zentraler Faktor für eine kosteneffiziente Produktion von Luftführungen, kleinen Turbinen und Halterungen.“

Auch jenseits der Luft- und Raumfahrtbranche bietet die Lösung neue Konstruktions- und Fertigungsmöglichkeiten für die Elektronik- und Mobilitätsindustrie, sei es für Anwendungen wie Stecker und Gehäuse oder für Serien- und Ersatzteile, die im Innenraum bzw. an der Außenverkleidung von Bussen und Zügen benötigt werden.

Abonnieren Sie die wöchentlichen 3Druck.com-Newsletter. Jeden Montag versenden wir die wichtigsten Beiträge und Updates der Woche. Melden Sie sich jetzt kostenlos an.