GE Aviation erhält FAA-Zulassung für 3D-gedruckte Halterungen an zivilen GEnx-Flugtriebwerken

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GE Additive und GE Aviation haben bekannt gegeben, dass die Federal Aviation Administration (FAA) die ersten 3D-Druckteile für den Einbau in die zivilen GEnx-2B-Triebwerke genehmigt hat.

Die Halterungen für das Power Door Opening System (PDOS) werden diesen Monat in der GE Aviation Produktionsstätte in Alabama mit GE Additive Concept Laser M2 für Multilaser-Maschinen in Serie gehen.

Die 3D bedruckten Power Door Opening System (PDOS) Halterungen. Foto über GE Additive.

3D-Drucken im GEnx

Laut GE Aviation ist das GEnx mit über 1.600 bestellten Triebwerken das meistverkaufte Triebwerk mit hohem Schub in der Geschichte des Unternehmens. Das Triebwerk treibt das vierstrahlige Boeing 747-8 an und bietet im Vergleich zum CF6-Triebwerk von GE schätzungsweise 15% mehr Treibstoffeffizienz und 15% weniger CO2.

Die originalen PDOS-Halterungen der GEnx-2B-Motoren, die am Boden zum Öffnen und Schließen der Lüfterhaubentüren verwendet werden, wurden aus einem massiven Block aus Metall und konventionellem Fräsen hergestellt. Als Ergebnis der von der FAA genehmigten Designänderung wird das direkte Metall-Laserschmelzen (DMLM) eingesetzt, um die Halterungen additiv herzustellen und den Materialverlust um 90% zu reduzieren.

Das zivile Flugtriebwerk GEnx-2B, mit dem die Boeing 747-8 angetrieben wird. Bild über GE Additive.

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Ein bahnbrechender Erfolg

Das PDOS-Design wurde ebenfalls verbessert, um das Gewicht der Halterung um 10% zu reduzieren und alle vier Halterungen auf einer einzigen Bauplatte unterzubringen – was den Wert der Halterungen eines Flugzeugs in einem Build ergibt. GE Aviation hat außerdem beschlossen, die Teile in Serie aus einer Kobalt-Chrom-Legierung aus einer traditionellen Superlegierung auf Nickelbasis herzustellen, um eine schnellere Fertigung zu ermöglichen.

Dieser interne Prozess soll die Produktionskosten senken, die Leistung und Auslastung verbessern und ein kraftstoffeffizienteres ziviles Flugzeugtriebwerk liefern.

„Es war hervorragend, die Zusammenarbeit von Teams von GE Aviation, GE Additive in den USA, Mexiko und Deutschland zu beobachten. In so kurzer Zeit haben sie sich mit der PDOS-Halterung wirklich hervorgetan und einen wirklich bahnbrechenden Erfolg erzielt“, sagte Jason Oliver, President & CEO, GE Additive. „Zu sehen, wie die M2-Maschinen Hardware in Flugqualität produzieren und zeigen, wozu sie wirklich fähig ist, ist ein weiterer großer Meilenstein auf unserer eigenen additiven Reise.“

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