Neue 3D-Drucktechnologie: Resin Deposition Modelling

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Diyouware wurde von zwei Brüdern aus Madrid ins Leben gerufen, die ihre Leidenschaft für Entwicklungen im Bereich Elektronik, Robotik, Mechatronik und Design mit anderen über ihre Webseite teilen. In ihrem neusten Blogeintrag zeigen die beiden Spanier den Prototypen eines 3D-Druckers, der mit Resin Deposition Modelling (RDM) Technologie arbeitet.

Das neue Verfahren, das FDM-Technologie mit Stereolithographie vereint, befindet sich derzeit noch in der ersten Testphase zur Evaluierung der Durchführbarkeit. Dabei wird ein UV-Licht sensitives Kunstharz (Resin) mit einer Nadel aufgetragen und mit einem 100mw/405nm Diodenlaser ausgehärtet. Das 3D-Drucker-Design basiert auf ihrer TwinTeeth Plattform, einem Gerät mit mehreren Aufsätzen für 3D-Druck, Lasergravieren, Bohren und weiteren Funktionen. Auf das Gerät wurde ein rotierenden Aufsatz mit einer weiteren Achse – der R-Achse – befestigt, der den Laser beherbergt. Dieser Laser folgt dem Druckpfad um das extrudierte Material sofort auszuhärten.

Derzeit wird eine Nadel mit einem Durchmesser von 0,25 mm verwendet. Ein noch kleinerer Durchmesser wäre jedoch möglich – behauptet das Team – um über der Genauigkeit von FDM-Verfahren zu liegen und Schichten mit weniger al 0,1 mm Höhe zu drucken. Als Druckmaterial wurde DLP Resin der italienischen Firma Robofactory verwendet. Mecaduino stellte einige speziell für auf das Gerät angepasste Bauteile zur Verfügung. Die Namensgebung des neuen Verfahren erklären die Erfinder wie folgt:

„The method that we are presenting today is a hybrid between Laser Stereolithography and the FDM method and we named it Resin Deposition Modelling (RDM). The term perhaps is not the most correct but it is short and differentiates itself from the rest of methods. The correct term could be UV Resin Laser Deposition Modelling, but is too long and Laser Deposition Modelling has been already used.“

Beim Druck von Innenstrukturen ist der Prototyp derzeit noch langsamer im Vergleich zum FDM-Verfahren, da sich der Aufsatz bei Richtungsänderungen um 180° drehen muss. Hierfür soll es aber eine einfache Lösung geben meinen die Entwickler, schließlich handelt es sich um den ersten Prototypen, für den Mechanik, Elektronik und eine Firmware entwickelt wurde.

Auch wenn die Ergebnisse erster Testversuche vielversprechend sind, liegt noch ein weiter Weg vor den Beiden:

„The first results are promising, but there is still too much work ahead, and as you know the devil is in the details.“