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oDocs Eye Care entwickelte 3D-gedruckte Zusatzgeräte für Smartphones

Das sozial engagierte Unternehmen oDocs Eye Care mit Sitz in Neuseeland brachte zwei 3D-gedruckte, ophthalmische Open-Source-Zusatzgeräte für Smartphones auf den Markt. Es handelt sich hierbei um die Produkte “visoScope” und “visoClip”, welche es erlauben Bilder von der Netzhaut mit einem iPhone aufzunehmen.

Die Open-Source-Geräte sollen Entwicklungsländern mit wenig professioneller Augenpflege zugute kommen. Entwickelt wurden diese Geräte von Mitbegründern Dr. Hong Sheng Chiong und Dr. Benjamin O’Keeffe. “visoScope” und “visoClip” funktionieren in Zusammenhang mit der eigens entwickelten iPhone-App oDocs Capture.

Das Unternehmen nutzte 3D-Druck für die Herstellung der Geräte, da Zugänglichkeit sowie ein gerechter Preis ein wichtiger Grundsatz bei der Entwicklung waren. Aus diesem Grund stellt oDocs deren Fabrikate auf einer Open-Source-Plattform gratis zum Download zur Verfügung. So können Ärzte und Interessierte aus aller Welt ihre eignen Zusatzgeräte 3D-drucken.

visoScope ©oDocs

Wir haben sie extrem erschwinglich und zugänglich gemacht, um Regionen zu bedienen, die sie am dringendsten benötigen. Konventionelle Ausrüstung würde etwa US $ 20.000 – 30.000 kosten, während unsere Geräte ein Hundertstel davon kosten, erzählt Dr. Hong.

Das visoScope ähnelt einer tragbaren Funduskamera, was bedeutet, dass diese auch als Mikroskop fungiert, und wird momentan um $ 325 verkauft. Das Gerät hat ein 50° Sichtfeld und ist in der Lage ähnliche Bilder wie eine herkömmliche Funduskamera zu machen. Überdies ist visoScope einfach in der Handhabung, bietet mehr Portabilität und benötigt keine externe Batterie. Dieses Gerät kann Ärzten künftig helfen Krankheiten wie zum Beispiel Glaukom frühzeitig zu erkennen und zu behandeln.

©oDocs

Mit visoClip ist es möglich, schnelle Aufnehmen hochauflösender Fotos und Videos zu machen. Dieses Gerät eignet sich zudem optimal für Telemedizin und Fotodokumentationen und benötigt ebenfalls keine zusätzliche Batterie oder LEDs. Es ist mit einem zweifachen optischen Filter (Cobalt-blau & Diffuse weiß) ausgestattet und kann eine 10fache optische Vergrößerung bereitstellen. Das visoClip ist derzeit um $ 250 erhältlich.

visoClip ©oDocs

3D-Druck als Herstellungsmethode für medizinische Werkzeuge wird vor allem in Entwicklungsländern immer häufiger genutzt. So nutzte unter anderem die afrikanische Organisation ReFab Dar schon 3D-Druck, um medizinische Versorgung in Entwicklungsländern zur Verfügung zu stellen.

Ein weiters Beispiel für 3D-Druck in der ophthalmischen Medizin ist ein Forschungsprojekt in Portugal, bei welchem ein prothetisches Auge mithilfe von 3D-Druck geschaffen wurde. Ebenso zeiget die Forschung der Firma Luxexcel in Bezug auf 3D-Druck-Ophthalmic-Linsen Fortschritte.

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