OPM250L: Maschinenbauer Sodick vereint additive Fertigung mit Hochleistungsfräsen

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Der Maschinenhersteller Sodick präsentiert mit dem OPM250L ein System für den Werkzeug- und Formenbau, das additive Fertigung von Metallteilen mit Hochleistungsfräsen kombiniert. 

Bei der Fertigung von Spritzgussformwerkzeugen können beispielsweise die Kühlkanäle in optimierter Form und Geometrie mittels Direct Metal Laser Sintering (DMLS) Verfahren realisiert werden. Anschließend sorgt die Hochleistungsfräse für den Feinschliff der gedruckten Teile.

Genauer erklärt wird bei dem Vorgang eine gleichmäßige Schicht Metallpulver aufgetragen und mit mittels Laser gesintert. Dies kann bis zu 10-mal wiederholt werden, bevor die Oberfläche mit einem Werkzeug feinbearbeitet wird. Danach werden erneut Metallpulverschichten aufgetragen und gesintert. Der Vorgang wird so oft wiederholt, bis das Bauteil komplett ist. Durch die Feinbearbeitung werden eine Genauigkeit und Oberflächenqualität erreicht, die mit einem Laserverfahren allein nicht erzielt werden könnten.

Bei dem OPM250L haben Anwender die Möglichkeit den Laser für den jeweiligen Druckprozess optimal einzustellen und zwischen einem „Speed Mode“ und „Quality Mode“ zu wählen. Das Gerät erzielt eine Genauigkeit im Bereich von ± 1/100 mm und eine Oberflächengüte von Ra 0,19 µm.

Sodick hebt die Vorteile der optimal angepassten Kühlkanäle hervor, welche die additive Fertigungstechnologie ermöglicht:

Erstens wird durch die konstruktiv und funktionell optimierten Kühlkanäle eine Überhitzung in besonders temperaturabhängigen Bereichen vermieden – damit reduziert sich die Zykluszeit der Umformung, zweitens sind die Abstände zwischen den Wartungszyklen höher – damit steigert sich die Gesamtproduktivität.

Die genauen technischen Spezifikationen findet man auf der Webseite des Herstellers.